Die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG hat jetzt einen Kompromissvorschlag für Skitouren auf Pisten im Classic-Skigebiet vorgelegt. Demnach soll es über die bereits bestehende Aufstiegsspur am Hausberg hinaus möglich sein, im Skigebiet mit Tourenski aufzusteigen – allerdings nur außerhalb der Zeiten des Skibetriebs und nur dort, wo nicht präpariert wird. An der Olympiaabfahrt würde das Aufsteigen zusätzlich am Vormittag bis zehn Uhr möglich sein. Der DAV zeigt sich mit dem Vorschlag zufrieden.

Im Aufstieg: Skitourengänger in Pistennähe (foto: picture-alliance.de).
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Der Kompromissvorschlag im Detail

• Zeitlich unbefristet gibt es eine Aufstiegsspur ab der Talstation der Hausbergbahn über den Hausberg und das Kreuzeck bis zur Hochalm. Dieser Aufstieg ist beschildert, teilweise beschneit und präpariert. Auf ihm sind alle höher gelegenen Skitourenziele im Bereich der Alpspitze erreichbar.

• Zeitlich unbefristet gibt es eine Aufstiegsspur ab der Talstation der Hausbergbahn über den Hausberg und das Kreuzeck bis zur Hochalm. Dieser Aufstieg ist beschildert, teilweise beschneit und präpariert. Auf ihm sind alle höher gelegenen Skitourenziele im Bereich der Alpspitze erreichbar.

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• Während des Skibetriebs für Tourengeher gesperrt sind alle Pisten, auf denen ein Aufstieg wegen der Nutzungsintensität durch Alpinskifahrer und/oder wegen Engstellen zu gefährlich ist. Eine Liste der entsprechenden Pisten wird vor Ort und über die Medien bekannt gemacht.

• Über den Skibetrieb hinaus sind Pisten dann gesperrt, wenn sie präpariert werden. Entsprechende Hinweistafeln bringt der Skigebietsbetreiber an den Ausgangspunkten für Skitouren auf Pisten an.

• Bei der Olympia-Abfahrt gibt es außerhalb der Ferienzeiten (Winter, Fasching, Ostern) eine Sonderregelung: Sie ist immer vormittags bis zehn Uhr für den Aufstieg geöffnet; um diese Uhrzeit müssen Tourengeher also oben angekommen sein. Anschließend ist die Piste bis zum Ende des Skibetriebs und bei Präparierung gesperrt. Beim Aufstieg während des Skibetriebs vor zehn Uhr ist es sehr wichtig, die DAV-Regeln für Skitouren auf Pisten (siehe www.alpenverein.de) zu beachten; insbesondere gilt es, am äußersten Pistenrand zu gehen.

• Während des Skibetriebs für Tourengeher gesperrt sind alle Pisten, auf denen ein Aufstieg wegen der Nutzungsintensität durch Alpinskifahrer und/oder wegen Engstellen zu gefährlich ist. Eine Liste der entsprechenden Pisten wird vor Ort und über die Medien bekannt gemacht.

• Über den Skibetrieb hinaus sind Pisten dann gesperrt, wenn sie präpariert werden. Entsprechende Hinweistafeln bringt der Skigebietsbetreiber an den Ausgangspunkten für Skitouren auf Pisten an.

• Bei der Olympia-Abfahrt gibt es außerhalb der Ferienzeiten (Winter, Fasching, Ostern) eine Sonderregelung: Sie ist immer vormittags bis zehn Uhr für den Aufstieg geöffnet; um diese Uhrzeit müssen Tourengeher also oben angekommen sein. Anschließend ist die Piste bis zum Ende des Skibetriebs und bei Präparierung gesperrt. Beim Aufstieg während des Skibetriebs vor zehn Uhr ist es sehr wichtig, die DAV-Regeln für Skitouren auf Pisten zu beachten; insbesondere gilt es, am äußersten Pistenrand zu gehen.

Die DAV-Regeln für Skitouren auf Pisten

  • 1. Aufstiege und Abfahrten erfolgen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.
  • 2. Aufstiege nur am Pistenrand vornehmen (FIS-Regel Nr. 7). Dabei hintereinander, nicht nebeneinander gehen. Auf den Skibetrieb achten.
  • 3. Besondere Vorsicht vor Kuppen, in Engpassagen, Steilhängen, bei Vereisung und beim Queren der Pisten. Keine Querungen in unübersichtlichen Bereichen.
  • 4. Keinesfalls gesperrte Pisten begehen. Lokale Hinweise und Routenvorgaben beachten.
  • 5. Größte Vorsicht und Rücksichtnahme bei Pistenarbeiten. Bei Einsatz von Seilwinden sind die Skipisten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Es besteht Lebensgefahr.
  • 6. Frisch präparierte Skipisten nur in den Randbereichen befahren. Bei Dunkelheit stets mit eingeschalteter Stirnlampe gehen, reflektierende Kleidung tragen.
  • 7. Auf alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, achten. Keine Skitouren in Skigebieten durchführen, wenn Lawinensprengungen zu erwarten sind.
  • 8. Skitouren nur bei genügend Schnee unternehmen. Schäden an der Pflanzen- und Bodendecke vermeiden.
  • 9. Rücksicht auf Wildtiere nehmen. Bei Dämmerung und Dunkelheit werden Tiere empfindlich gestört. Hunde nicht auf Skipisten mitnehmen.
  • 10. Regelungen an den Parkplätzen sowie Parkgebühren respektieren. Umweltfreundlich anreisen.
Auf der Piste: Skigebiet Hausberg bei Garmsich-Partenkirchen (foto: picture-alliance.de).

DAV begrüßt Kompromiss

Der DAV-Hauptverein und die DAV-Sektion Garmisch-Partenkirchen können die Bedenken der Pistenbetreiber nachvollziehen: In Folge des "Skitourenbooms" haben die Probleme im Pistenbereich zweifelsohne zugenommen. Garmisch-Partenkirchen ist davon nicht zuletzt wegen der Nähe zu München besonders betroffen.

Tragfähige Lösungen, die die Interessen von Skitourengehern, Alpinskifahrern und Pistenbetreibern berücksichtigen, müssen also gefunden werden. Für den DAV ist es in diesem Zusammenhang wichtig, dass es keine pauschalen Sperrungen und Verbote gibt.

In diese Richtung geht der Kompromissvorschlag der Zugspitzbahn AG: "Mit der Hausbergroute gibt es eine zeitlich unbefristete Aufstiegsroute. Die im Vorschlag beschriebenen Sperrungen sind klar definiert, nachvollziehbar und belassen den Tourengehern sämtliche vertretbaren Aufstiegsmöglichkeiten", sagt DAVHauptgeschäftsführer Thomas Urban.

"Wir apellieren an alle Tourengeher, diesen Vorschlag zu akzeptieren. Nur im Dialog mit den Skigebietsbetreibern und den Gemeinden vor Ort wird es in Zukunft gute Lösungen für Skitouren auf Pisten geben." Auch die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen ist an einem funktionierenden Wintertourismus interessiert.

Text: Pressemitteilung DAV

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