Während sich die Einsätze häufen, ist die Zahl der tödlichen Unfälle rückläufig.

Wie die Bergrettung Oberösterreich auf ihrer Website bekannt gab, habe man in diesem Jahr bereits 321 Personen bergen müssen. Dies bedeute einen Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem - bereits sehr starken - Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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Hingegen könne man bei den Bergunfällen mit Todesfolge einen Rückgang verzeichen: Während im vergangen Jahr noch 12 Sportler bei Alpinunfällen ihr Leben liesen, seien es im Vergleichszeitraum 2019 sechs Personen gewesen, heißt es in dem Bericht.

Müssen vermehrt auch bei Waldbränden "ran": Einsatzkräfte der Bergrettung.

| © Bergrettung Oberösterreich

Als eine der Hauptursachen für die gestiegene Zahl an Einsätzen könne Selbstüberschätzung genannt werden. Viele Bergsportler wären weder in konditioneller Hinsicht noch von ihren technischen Fähigkeiten her in der Lage, bestimmte Touren sicher durchzuführen.

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Aber auch die teilweise extremen Temperaturen in den vergangenen Wochen hätten dazu beigetragen, dass Wanderer, Klettersteiggeher oder Bergsteiger aufgrund von Erschöpfungszuständen nicht mehr weiter konnten - und von der Bergrettung betreut werden mussten.

Christoph Preimesberger appeliert daher an alle Bergsportler, die Hitze nicht zu unterschätzen. "Da die Hitze auch die Bergregionen erreicht, sollte möglichst früh aufgebrochen werden. Damit nützt man die kühlere Tageshälfte und ist bei steigender Gewitterneigung am Nachmittag wieder im Tal!", so der Leiter der Bergrettung Oberösterreich,

Die heißen Sommer und die damit verbundene Zunahme von Waldbränden würden gleichzeitig auch für eine Vergrößerung des Einsatzspektrums sorgen. 

"Obwohl wir hier nur Assistenzleistungen für die Feuerwehr erbringen und meist für Sicherungs- und Transportaufgaben im Absturzgelände herangezogen werden, müssen wir uns zukünftig vermehrt in Ausrüstung und Ausbildung auf diese Einsatzform einstellen", so Preimesberger.

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