In den zurückliegenden Tagen haben sich alpenweit schwere Bergunfälle ereignet. Glück hatte ein Skitourengeher am Watzmann, der von Rettungskräften vor dem sicheren Erfrierungstod bewahrt werden konnte.

Der 20-Jährige hatte sich bei einer Tour im Bereich des Dritten Watzmannkindes so schwer am Knie verletzt, dass er aus eigener Kraft nicht mehr abfahren konnte. Obwohl weitere Tourengeher sofort die Einsatzkräfte informierten, gestaltete sich die Rettung des Skitourengehers als äußerst schwierig.

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Aufgrund dichten Nebels und heftiger Schneeverwehungen war es zunächst nicht möglich, mit dem Helikopter Bergretter an der Unglücksstelle abzusetzen. 

Nach mehreren Anläufen gelang es jedoch, zwei Retter rund 100 Meter unterhalb des Tourengehers abzulassen, die sich - bei Temperaturen um die 20 Grad Minus - um die medizinische Erstversorgung des 20-Jährigen kümmerten.

Am späten Nachmittag konnte schließlich ein kurzes Wetterfenster genutzt werden, um den jungen Mann doch noch mit Hilfe eines Hubschraubers vom Berg zu holen. 

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Lawinentoter im Kanton Bern

Bei einer Skitour von der Geltenhütte Richtung Wildhorn (im Kanton Bern) sind zwei Männer von einer Lawine erfasst und verschüttet worden. Während sich ein Skitourengeher selbständig aus den Schneemassen befreien und die Rettungskräfte benachrichtigen konnte, blieb sein Begleiter verschüttet.

Er konnte wenig später von den Einsatzkräften geborgen werden. Der Tourengeher wurde mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit später verstarb.

Tourengängerin stirbt bei Château d'Oex

Ebenfalls am Sonntag hat sich bei Château d'Oex im Kanton Waadt ein tödlicher Lawinenunfall ereignet. Dabei kam eine 55-jährige Tourengängerin ums Leben. Die Frau war von einem Schneebrett erfasst und gegen Felsen geschleudert worden. Sie erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Ihr 61-jähriger Begleiter überlebte das Unglück leichtverletzt.

Vier Tourengeher von Lawine mitgrissen

Im Kanton Wallis sind am Samstag vier Tourengeher im Bereich des Col de la Tsa bei Arolla in eine Lawine geraten. Während drei Tourengänger aus den Schneemassen befreit werden konnte, kam für eine 40-jährige Walliserin jede Hilfe zu spät. 

Tourengehr mitgerissen

Mit dem Schrecken davongekommen, sind zwei junge Skitourengeher, die in Lech-Zürs (Vorarlberg) von einer Lawine mitgerissen worden waren. Die beiden 18 und 19 Jahre alten Männer waren Teil einer zehnköpfigen Gruppe, die unter Führung eines Skilehrers Richtung Rauhkopfscharte unterwegs war. 

Am Rüfigrat passierte dann das Unglück: Bei der Suche nach einer Abfahrtsmöglichkeit Richtung Ochsengümpile hatte ein 39-jähriger Skiführer, der zeitgleich mit vier Personen am Berg unterwegs war, ein Schneebrett ausgelöst, von dem die beiden jungenTourengeher erfasst und ca. 100 Meter mitgerissen wurden. 

Beide Tourengeher blieben auf dem Lawinenkegel liegen. Bei dem Unfall hatte sich lediglich der 18-Jährige eine blutige Nase geholt.

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