Zum ersten Mal in der Geschichte des Sportpresseballs geht die Auszeichnung „Legende des Sports“ an jemanden aus einer „Randsportart“, betonte Jörg Müller, der Organisator des Sportpresseballs am Donnerstag. Die Rede ist von Bergsteiger-Legende Reinhold Messner. Messner wird diese Würdigung seiner Leistungen am 4. November beim 36. Sportpresseball entgegen nehmen.

Der mittlerweile 73-Jährige hatte als erster Mensch gemeinsam mit Peter Habeler 1978 den Mount Everest ohne Flaschensauerstoff bezwungen und auch als Erster alle 14 Achttausender bestiegen.

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„Reinhold Messner hat den Heroismus des Bergsteigens entmystifiziert und es stilistisch verändert, ohne die extremen sportlichen Herausforderungen zu verharmlosen“, sagte Müller und fügte hinzu, dass Messner bis heute etwa 3500 verschiedene Berggipfel bestiegen habe. Zudem kämpfe der Südtiroler als Autor, Filmemacher und Politiker für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und werde selbst von seinen Kritikern als geradliniger, integrer Mensch geschätzt.

Reinhold Messner während seiner Antarktis-Durchquerung 1989/90 - mehr als 2700 Kilometer zu Fuß.

| © picture alliance, Foto: Udo Bernhart

Damit wird der Kult-Bergsteiger Nachfolger von so bekannten Persönlichkeiten wie Oliver Kahn, Boris Becker, Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Uwe Seeler, Michael Schumacher, Katarina Witt und der alpinen Rennläuferin Maria Höfl-Riesch. Die Auszeichnung erhielt im vergangenen Jahr Weltmeister-Trainer Joachim Löw.

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Der Ball wird mit den etwa 2200 Gäste aus Sport, Politik, Medien und Show-Business zu einem Mega-Event. Darunter haben sich Sport-Größen, wie Boris Becker, Marie Höfl-Riesch, Ulrike Nasse-Meyfahrt, Sven Ottke, Heiner Brand oder Dieter Thoma angekündigt. Auch Roberto Blanco, Schauspieler Peter Weck oder Politiker wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) haben zugesagt. Die Sängerin Anastacia wird gegen Mitternacht mit ihren Hits für Stimmung sorgen.

HIER gehts zur Website des Deutschen-Sportpresseballs.

Eine Fotogalerie über Messners Leben

Dieses Video-Interview mit Reinhold Messner führten wir im November 2016:

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