ALPIN Redakteur Robert Demmel traf Gerlinde Kaltenbrunner anlässlich einer Leserreise am Mondsee.

Vor einigen Wochen hat der Deutsche Alpenverein den Expedkader 2017 der Frauen den Medien (wir berichteten "Der neue Expedkader der Frauen steht!") präsentiert.

- Anzeige -

Der neue DAV Expeditionskader der Frauen.

| © DAV

Grund genug für die Redaktion, mit Gerlinde Kaltenbrunner, der wohl besten und erfolgreichsten Höhenbergsteigerin unserer Zeit, ein kurzes Gespräch über das Bergsteigen an den hohen Bergen der Erde und über ihre Tipps für die junge Bergsteigergeneration zu führen.

1. Alle 8000er erfolgreich zu besteigen – ist das Glück, Todesmut, gute Planung?

- Anzeige -

Aus meiner Sicht steht allem voran die echte innere Begeisterung für das Höhenbergsteigen! Gefolgt von einem guten Team, der akribischen Planung, dem Abwägen von Risiken. Es braucht Geduld, Disziplin, Willensstärke und die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Die 8.000er Frau: Gerlinde Kaltenbrunner.

| © Bene Benedikt

Ganz wichtig ist Ruhe zu bewahren, auch in sehr schwierigen Situationen, das Vertrauen in die eigene Intuition, der respektvolle Umgang mit der Natur und immer auch Glück und Beistand!

2. Was rätst du jungen Alpinisten auf dem Weg zum Profi?

Jungen Alpinisten rate ich, in sich hinein zu spüren, und nichts zu tun, nur um andere zu beeindrucken, nichts des Geldes wegen zu tun, ein "Bei-sich-Bleiben" und dem inneren Antrieb zu folgen und als oberstes Ziel sich immer die gesunde Rückkehr zu setzen.

Darüber hinaus möchte ich ihnen eine bewusste, gesunde Ernährung und ausreichende Regeneration und auch Meditation ans Herz legen. Nichts erzwingen wollen, und mit einer respektvollen Haltung sich selbst, anderen Menschen und der Natur/den Bergen gegenüber unterwegs sein, dann stellt sich mit Sicherheit Erfolg ein.

3. Was kann der Normalbergsteiger von Dir lernen?

Hmmm … vielleicht mit Achtsamkeit für sich selbst, für Körper und Geist, für die Teamkollegen und die Berge unterwegs zu sein. Zu genießen, dankbar zu sein und dass das höchste Ziel die gesunde Rückkehr ist und nicht der Gipfel.

- Anzeige -

0 Kommentare

Kommentar schreiben