Ein Hersteller lanciert eine völlig neue Bergschuhe-Linie. Auf besonderem Terrain. ALPIN-Chefredakteur Bene Benedikt testete auf Island die neuen Modelle von Hoka One One.

Die Schuhmarke Hoka One One ist Läufern ein Begriff – viele Aktive schätzen die breiten, besonders dick gepolsterten Modelle, die in großen Stückzahlen verkauft werden. Auch Trailrunner nutzen die Schuhe mit dem Adler im Logo, der leichtes Schweben verspricht.

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Beste Testbedingungen für Schuhe: Bene Benedikt  oberhalb der Landschaftsidylle Þórsmörk, in der ein paar urige Hütten im Sommer zum Trekking einladen.

| © Bene Benedikt

Spaziergehen über den Sólheima-Gletscher, im Hintergrund das Meer, dem der Fluss Ölfusá gemächlich entgegenstrebt.

| © Bene Benedikt

Und vom Trail ist der Weg nicht so weit zum Gipfel. Da lag es nahe, nun auch unter dem Namen "Sky" eine Reihe von Berg- und Wanderschuhen zu "bauen". Mit Membranen von Event und Hilfe von Vibram: So entstand eine außerordentlich dicke Sohle mit einzelnen Grip-Elementen aus Gummiprofil, also keine durchgehende "schwarze Sohle" wie üblich. Sie umfasst stark dämpfend den Fuß und unterstützt mit einer "Rocker"-Form die Abrollbewegung. Das funktioniert gut, zumal alle Hoka-Schuhe sehr leicht und weich sind.

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Eben schien noch die Sonne über dem Sólheima-Gletscher, plötzlich pfeift Wind den Schnee über die weiße Weite und wir sind froh über den begleitenden Bergführer.

| © Bene Benedikt

Bei Schneetreiben und Wind sieht so ein kleiner Grat plötzlich anders aus, viel ernsthafter. 

| © Bene Benedikt

Unser Testrevier war das noch immer winterliche Island, wo sicheres Treten und Steigen gefragt war: Schnee und Eis hatten wir reichlich auf den Test-Wanderungen rund um den Eyjafjallajökull – das ist der Vulkan, der vor neun Jahren den europäischen Flugverkehr lahmlegte.

Zu Füßen des Sólheima-Gletschers ging es über einen kleinen Fluß: da überraschte den geradezu saugende Grip der Sohlen auf den nassen und teils angeeisten Trittsteinen. Auf dem Eis waren wir mit Steigeisen unterwegs, auch dabei schlugen sich die angenehm weichen Toas gut. Vorfuß und Ferse hatten gut Platz; die klemmende Schnürung erlaubt es, den halbhohen Schaft gut anzupassen.

Bei der Bergtour in Þórsmörk stapften wir mit dem höheren Model Kaha durch knietiefen Schnee und balanciertes über verblasenes Eis – Bedingungen, die jeden Schuh an seine Grenzen bringen. 

Schlugen sich gut: die Toas von Hoka One One.

| © Thor Magnusson/HOKA ONE ONE

Hier hätte ich mir beim steilen Bergabgehen einen klar definierten Absatz gewünscht, aber insgesamt war ich sehr sicher und dank Event-Membran auch mit trockenen Füßen unterwegs. 

Gut aussehen tun die Schuhe noch – und das Testrevier war einfach traumhaft! Ganz egal, ob im White-out oder bei den überraschenden Sonnenschein-Minuten: Ich hätte nie gedacht, dass Island so traumhaft schön ist – und dass das Wetter sich wirklich im Sekundentakt ändern kann. 

Perfekte Bedingungen also für den Test von neuen Schuh-Modellen!

Für mehrtägiges Trekking: der Kaha von Hoka One One.

| © Thor Magnusson/HOKA ONE ONE

Die Hoka One One Sky Serie ist seit März auf dem deutschen Markt. Das Modell Kaha fürs mehrtägige Trekking kostet 220 Euro. Der Arkali für schwierige Trails kostet 200 Euro und der Toa für schnelles Wandern kostet 180 Euro.

Und hier unser Produkttest "Trailrunningschuhe" aus dem Jahr 2017:

Text von Bene Benedikt

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