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Dennoch finden wir immer wieder Schneeverhältnisse, die einem bei der falschen Skitechnik jegliche Abfahrtsfreuden nehmen.
Der Kurs in 4 Teilen:
In den nachfolgenden Skizzen und Beschreibungen finden Sie die passende Skitechnik bei besten Bedingungen, Fahren im Pulverschnee oder im Firn. Auf der zweiten Seite zeigen wir Ihnen, wie Sie am besten mit Bruchharsch und Nass-Schnee zurechtkommen.
1. Fahren im Pulverschnee
Beim Skibergsteiger wohl die begehrteste, leider aber auch seltenste Schneeart. Im Pulverschnee oder Tiefschnee nutzen wir den sogenannten Rebound-Effekt. Am Schwungende wird das Gewicht leicht zur Ferse verlagert, damit die Skispitzen aufschwimmen. Dieser Moment wird genutzt, um den nächsten Schwung einzuleiten, in diesem Moment lassen sich die Ski durch die geringere Verdrängung des Schnees leichter drehen.Nach der Einleitung des Folgeschwungs, wird das Gewicht wieder etwas auf die Zehen verlagert, somit tauchen die Skispitzen wieder ab, und die Geschwindigkeit kann durch die jetzt höhere Verdrängung des Schnees leicht kontrolliert werden.
Bei Pulverschnee haben wir gute Bedingungen und auch einen relativ leichten Drehmoment. Der Schwung wird mit einem Stockeinsatz eingeleitet - den Rest macht die Gewichtsverlagerung.
Denn nur so ist man immer bereit, den nächsten Schwung einzuleiten und nicht in eine Gegenrotation zu geraten. Die Geschwindigkeit und Radiusgröße der Schwünge richtet sich bei dieser Technik nach den fahrerischen Fähigkeiten und nach der Steilheit des Geländes.
Den geübten Tiefschneefahrer macht ein ans Gelände angepasstes und situationsbedingtes Fahren aus. Ist diese Technik ausgereift, dann lassen sich Tiefschneehänge mit relativ wenig Krafteinsatz und einem sehr hohen Spaß-Faktor genießen.
2. Fahren im Firnschnee
Der Firnschnee ist die bei Frühjahrsskitouren am meisten geschätzte Schneeart. Firnschnee ist die einzige Schneeart im Gelände, die einer frisch gewalzten Piste ähnlich ist.Im Gelände bis ca. 26 Grad Neigung lassen sich mittlere Radien mit einer sehr geringen Vertikalbewegung ohne großen Kraftaufwand ausführen. Mit taillierten Tourenski lassen sich die Schwünge sogar nur über die Kante ziehen. Bei dieser Technik ist eine hüftbreite Beinstellung erforderlich, um genügend Druck auf den Außenski zu bekommen.
Aus der Schrägfahrt werden die Ski durch eine abkippende Kniebewegung in die gewünschte Richtung auf die Kante gesetzt und der Schwung eingeleitet. Beliebig nach Tempo und Gelände können so die Schwünge mehr oder weniger ausgefahren werden. Bei dieser Technik spricht man von einem sehr geringen Rutschanteil im Schwung.
Firnschneebedingungen kommen den Verhältnissen auf gewalzter Piste am nächsten.
Die Schwungeinleitung erfolgt hierbei durch eine abkippende Kniebewegung.
Im Anschluss wird der Schwung über eine Rutschphase, wieder bis zur Schrägfahrt zu Ende geführt. Dabei können Radien und Geschwindigkeit situationsbedingt an das Gelände angepasst werden.
Auf Skitouren werden Pulver und Firn am meisten geschätzt. Leider müssen wir uns auch mit schlechteren Schneequalitäten zufrieden geben. Siehe hierzu die folgende Seite.
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