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Kletterin holt sich zweite Begehung der 7c-Route in der Stockhorn-Nordwand

Barbara Büschlen wiederholt den "Drachenweg"

22.10.2012 09:11:06
"Via del Drago" - auf Deutsch "Drachenweg" nannte der Berner Sportkletterer Peter Wüthrich respektvoll seine neu erschlossene Kletterroute, als er sie vor 15 Jahren durchstiegen hatte. Die 250 Meter hohe, fast vollständig senkrechte Felswand unter dem Stockhorngipfel verlangte dem Profibergsteiger damals alles ab. Barbara Büschlen konnte jetzt die Route wiederholen.
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Auf den Spuren des Drachen: Barbara Büschlen (Foto: Léonard Kohli).
"Seit meiner Geburt sehe ich jeden Morgen von zu Hause aus die Nordseite des Stockhorns. Schon immer dachte ich, dort oben müsse doch eine geniale Linie zu finden sein", so Barbara Büschlen. Die 22-jährige Kletterin aus dem Kanton Bern stiess bei ihren Recherchen bald mal auf die "Via del Drago" von Peter Wüthrich und wusste, dass dies die große Herausforderung sein würde, nach der sie gesucht hatte.

Büschlen hatte denn auch keine Zweifel mit der Tatsache, dass sie als Frau die Zweite sein sollte, die diese Kletterroute in Angriff nimmt. Schon vor drei Jahren war sie die erste Frau überhaupt, welche im Ueschinental in Kandersteg die 8a - Route "Fusion" erfolgreich durchstiegen hatte. Mit dem Erfolg im Rücken wagte sich die junge Salewa-Alpinextrem-Athletin schließlich an das Projekt "Drachenweg".

Ein Rennen gegen die Sonne

Gelang die zweite Begehung des "Drachenwegs": Barbara Büschlen (Foto: Léonard Kohli).
Die fünf Stunden dauernde Durchsteigung der Wand wurde für Barbara Büschlen ein Rennen gegen die Sonne, die in den sommerlichen Nachmittagsstunden die Wand in eine heiße Platte verwandelt: "Die Sonne stieg immer ein paar Meter unter mir die Wand hoch. An der prallen Sonne halten die schwierig zu ergreifenden Absätze und Griffe unmöglich mehr. Noch mehr Respekt als vor der Hitze hatte ich aber vor der ersten Seillänge. Sie ist lang, technisch schwierig, untergrifflastig und auf den letzten Metern extrem heikel zu klettern."

In der zweitletzten Seillänge rutschte Barbara Büschlen dann zwei Mal ab, stürzte ins Seil, musste sich erholen, von neuem konzentrieren und schaffte diese Schlüssel-Seillänge schliesslich im dritten Anlauf. Seit diesem vertikalen Abenteuer blickt Büschlen von ihrem Zuhause in Steffisburg wieder jeden Morgen an die Nordwand des Stockhorns - und denkt mit tiefer Zufriedenheit: "Ich habs geschafft."

Quelle: Pressetext Bruno Petroni und Michael Künzi


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22.10.2012 09:11:06
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