Mit insgesamt 1500 zu bewältigenden Höhenmetern gilt "Champ or Cramp" als eines der härtesten Aufstiegsrennen der Alpen. Die geeignte Bühne also für die österreichischen und deutschen Meisterschaften im Vertical Race. "Champ or Cramp" ist zudem zweite Sation des DAV Skitourencoups. Gewonnen hat dann aber ein Italiener - mit neuem Streckenrekord.

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Bei perfekten äußeren Bedingungen konnte sich bereits kurz nach dem Start der italienische Vertical-Spezialist Tadei Pivk (US Aldo Moro) vom Rest des Feldes absetzen. Folgen konnten noch einige, den Italier noch einzuholen gelang aber keinem der anderen Favoriten. So gewann Pivk in der neuen Streckenrekordzeit von sensationellen 58: 45 min - für 1500 Höhenmeter auf 8,5km Strecke.

Mit knapp einer Minute Rückstand sicherte sich der Südtiroler Paul Innerhofer den den zweiten Platz. Damit konnte auch er noch den alten Streckenrekord von Hans Wieland unterbieten. Komplettiert wurde das Siegerpodest von Matjaz Miklosa (Slowenien), der die Strecke in einer Stunde bewältigen konnte.

Der neue und alte Deutsche Meister im Vertical Race: Konrad Lex.
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Lex erneut Deutscher Meister

Routinier Konrad Lex (Gangkofen), ebenfalls als heißer Favorit auf den Tagessieg gehandelt, kämpfte sich trotz schwerer Erkältung noch auf einen sehr guten vierten Platz. Damit sicherte sich Lex nach 2010 auch in diesem Jahr wieder den Deutschen Meistertitel im Vertical Race knapp vor Andi Strobel (Selb), der 18 Sekunden hinter Lex als Gesamt-Fünfter ins Ziel kam. Den Österreichischen Meistertitel im Vertical Race sicherte sich Richard Oberndorfer auf den sechsten Rang.

Spannung bei den Damen

Bis kurz vor dem Ziel hatte die österreichische Favoritin Lydia Prugger als sichere Siegerin ausgesehen, konnte dann aber doch noch am letzten Steilaufschwung von Barbara Gruber (Deutschland) abgefangen werden. Gruber sicherte sich damit in 01:10 nicht nur den Tagessieg, sondern holte den "Champ or Cramp"-Titel auch erstmals nach Deutschland.

Siegerduo: Barbara Gruber (links) und Lydia Prugger (Foto: Adrian Hipp).

Kleiner Wermutstropfen: Als einzige deutsche Startin im Feld blieb Gruber der Deutsche Meistertitel im Vertical Race verwehrt. Zur Vergabe hätten mindestens noch zwei weitere deutsche Athletinnen antreten müssen.

Über Teilnehmermangel konnten sich die Österreicher nicht beklagen. So wurde Lydia Prugger Tageszweite und Österreichische Meisterin. Auf Platz drei landete Andrea Innerhofer aus Südtirol.

Quelle: Pressemitteilung Sport Consult KEG

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