Thomas Weber wollte Menschen mit Sehbehinderung Mut machen und mit der Besteigung des Mount Everest um Spendengelder für ein Hilfsprojekt für Sehbehinderte werben. Doch der 41-Jährige, der selbst unter einem Augenleiden litt, kam bei dem Versuch unter dramatischen Umständen ums Leben.

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Thomas Weber war ein erfahrener Alpinist und hatte vor dem Versuch am höchsten Berg der Welt bereits vier der "Seven Summits" erklimmen können (Aconcagua, Kilimandscharo, Elbrus und Denali). Der 41-Jährige litt seit der Entfernung eines Gehirn-Tumors an einer ungewöhnlichen Sehbehinderung, die sich in großen Höhen verschlimmerte.

Dennoch sollte die Besteigung des Everest zur Krönung seiner Bergsteiger-Karriere werden. Die Expedition, über die auch ein Dokumentarfilm gedreht werden sollte, hätte anderen Sehbehinderten Mut machen sowie Spendengelder für "The Himalayan Cataract Projec" einbringen sollen, ein Projekt, das sich dem Kampf gegen verhinderbare und heilbare Augenleiden zum Ziel gesetzt hat.

Am 25. Mai gegen 00:00 Ortszeit brach das Team mit Expeditionsleiter Harry Kikstra und fünf Sherpas in 8300 Meter Höhe auf. Zunächst verlief der Aufstieg gut. Gegen 09:15 jedoch erblindete Thomas Weber völlig, nachdem seine Sehfähigkeit in den vergangenen Stunden immer weiter nachgelassen hatte. Zusätzlich klagte der 41-Jährige über totale Erschöpfung. An einen weiteren Aufstieg war nicht zu denken. Beim Abstieg brach der gebürtige Stuttgarter dann plötzlich zusammen. "Ich sterbe", habe er Harry Kikstra zu Folge noch gesagt und dann das Bewusstsein verloren. Wenig später konnten keine Lebenszeichen mehr festgestellt werden.

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Die Leiche des 41-Jährigen kann aufrgund der großen Höhe vermutlich nicht geborgen werden. Thomas Weber ist angeblich bereits der 14. Bergsteiger, der in dieser Saison den Versuch, den höchsten Berg der Welt zu besteigen, mit dem Leben bezahlt.

Kompletter Bericht von Harry Kikstra unter www.mounteverest.net/news.php?id=3316 .

Weitere Informationen:

www.sightoneverest.com

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