53-jähriger Skitourengeher überlebt Lawinenverschüttung am Hochkalter durch raschen Einsatz anderer Tourengeher leicht verletzt.

Glück im Unglück hatte am vergangenen Samstag, dem 16. März, ein Skitourengeher an der Ofentalschneid am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen. Er war auf seiner Tour in einer Höhe von ca. 2000 Metern von einer sehr großen Lawine mitgerissen und verschüttet worden. Laut Pressemitteilung des Kreisverbandes Berchtesgadener Land des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hatte sich die Lawine aus dem Steilgelände des Ofentalhörndls von selbst gelöst.

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Rasches Handeln der Ersthelfer

Fünf weitere Tourengeher, die ebenfalls in der Ofentalscharte unterwegs waren, beobachteten den Unfall und eilten dem Verschütteten zu Hilfe. Da ein Bein des 53-jährigen Skitourengehers aus den Schneemassen herausragte, konnten die Ersthelfer den zunächst Bewusstlosen innerhalb weniger Minuten ausgraben. Sie leisteten dem wieder ansprechbaren Verunfallten Erste Hilfe.

Starke Böen erschwerten den Einsatz

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Der Notruf wurde gegen 14 Uhr abgesetzt. Die Leitstelle Traunstein schickte daraufhin die Bergwacht und den Traunsteiner Rettungshubschrauber los. Trotz des starken Windes konnte der Notarzt und ein Bergretter an der Unglücksstelle abgesetzt werden.

Die nachgeforderte Besatzung eines Transporthubschraubers der Bundespolizei konnte aufgrund des starken Windes nicht mehr zur Unfallstelle gebracht werden. In rund 1.400 Metern Höhe wurden drei Bergretter mit weiterer Ausrüstung abgesetzt, die den weiteren Aufstieg zum Einsatzort auf Skiern zurücklegten. 

Die Bergwacht stellte sich auf einen bodengebundenen Abtransport des Verletzten ein; weitere Bergretter versuchten den Verunfallten mit dem All-Terrain-Vehicle zu erreichen, wurden allerdings immer wieder von umgestürzten Bäumen aufgehalten. 

Glücklicherweise konnte ein dritter Hubschrauber der Polizei, dessen Besatzung eigentlich nur den Lawinenabgang dokumentieren sollte, den Notarzt sowie den Verunfallten im Luftrettungssack per Winde aufnehmen und ins Tal fliegen. Von dort aus ging es mit dem Transporthubschrauber der Bundespolizei ins Klinikum Traunstein.

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