Manfred Häupl ist nicht nur Geschäftsführer und Inhaber von Hauser Exkursionen, sondern auch Vorstandsmitglied der Sir Edmund Hillary Stiftung Deutschland. Der 55-Jährige verfolgt die Situation in Nepal ganz genau.

Laut Häupl sind sämtliche Trekkingrouten in Nepal, also auch Helambu – Langtang und Manaslu, wieder begehbar.

- Anzeige -

"Die größte Unterstützung für das Land und seine Bevölkerung ist es, hin zu reisen, um die Wirtschaft aufzubauen", so der Hauser-Chef und ergänzt: "'Bitte schickt uns mehr Touristen' ist der Satz, den nahezu jeder Besucher von der Bevölkerung hört.

Die Himalaja-Region war im April und Mai von zwei schweren Erdstößen und zahlreichen kleinerer Nachbeben erschüttert worden. Das Everest-Basecamp auf der Südseite des Berges wurde durch den Abgang einer Lawine nahezu vollständig zerstört; 18 Menschen verloren bei dem Unglück ihr Leben. In der Folge sperrte auch Nepals Regierung den Everest für Besteigungen.

Bereits im August des vergangenen Jahres hatte das Tourismusministerium in Kathmandu bekannt gegeben, dass der berühmte Annapurna-Trek wieder problemlos begehbar wäre. Davor schon haben Untersuchungen gezeigt, dass die Infrastruktur weiterer beliebter Trekking-Routen in der Everest-Region weit weniger schwer in Mitleidenschaft gezogen worden waren, als man zunächst befürchtet hatte.

- Anzeige -

Einzigartiges Erlebnis: Trekker vor der Bergkulisse des Kangchenjunga.

| © Picture Alliance

Neue Energie für Nepal

Gemeinsam mit Forum Anders Reisen und Atmosfair unterstützt Hauser Exkursionen das Projekt "Neue Energie für Nepal". Nicht nur Privathäuser, Schulen, Krankenstationen sowie Lodges werden repariert oder neu errichtet, sondern diese werden mit Kleinbiogasanlagen und Solarkochern bis hin zu Photovoltaik- und Wasseraufbereitungssystemen ausgestattet.

Ziel ist die kostengünstige und Ressourcen sparende Versorgung mit Strom, Licht, Warmwasser und Kochmöglichkeiten, also die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in den zerstörten Bergregionen.

Alle CO2-Kompensationszahlungen der im forum anders reisen zusammengeschlossenen Veranstalter und deren Reisegäste fließen in das Vorhaben ein.

Climate Trail im Helambu-Langtang

Im Helambu – Langtang, dem Trekkinggebiet, das mit am stärksten vom Erdbeben betroffen war, wird innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre der Climate Trail entstehen. Eine Kette von komfortablen Trekking-Lodges, betrieben mit 100 Prozent erneuerbarer Energie, ist im Aufbau.

Geplant als Trekkingroute für Einsteiger ist der Vorteil des Helambu, dass kein Inlandflug benötigt wird, um zum Trekkinggebiet zu gelangen. Der Ausgangspunkt für Wanderer liegt ca. 90 Autominuten nordöstlich von Kathmandu.

Krankenhäuser und Schulen entlang des Trails werden innerhalb des Projektes kostenfrei mit erneuerbarer Energiesystemen ausgestattet.

- Anzeige -