Schnell ist „in“: Ob Trailrunning, Mountainbiken oder Skibergsteigen – Wettkämpfe sind für die einen das Salz in der Suppe, für andere der pure Graus!

Im Juli gelang Anton Palzer die bislang schnellste Watzmann-Überschreitung in etwas über drei Stunden. Die Meldung von der Speedbegehung des Berchtesgadeners wurde von unseren Usern mehrheitlich positiv kommentiert. 

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Allerdings gab es auch Stimmen, die darauf verwiesen, dass bei solchen Unternehmungen der Berggenuss und das Landschaftserlebnis klar auf der Strecke bleiben würden.

Meistens sehr schnell unterwegs, nicht nur am Watzmann: Toni Palzer 

| © Redbull Content Pool
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Während Profi-Athleten wie Palzer, Kilian Jornet, der verstorbene Ueli Steck oder - wie zuletzt - Dani Arnold, Mario Heller oder Andy Steindl, aber auch immer mehr Freizeitsportler nicht nur im Training verstärkt auf "Speed am Berg" setzen und somit regelmäßig an ihre Leistungsgrenzen gehen, sehen Kritiker diese Entwicklung schon länger kritisch. 

Ihre Argumentation: Die Berge seien kein Sportplatz, sie dienten vielmehr der Erholung und der Ruhe. Bei all dem Alltragsstress sollte in der Freizeit Entschleunigung an erster Stelle stehen - und nicht die Jagd auf neue Bestzeiten. 

"Speed am Berg"? Das Ergebnis unserer Umfrage

Wir wollten von Euch wissen, wie Ihr zu dem Thema "Speed am Berg" steht. Gehört Ihr zu der Gruppe der "Speedjunkies", die es auch in den Bergen - ob bei Training oder Wettkampf - gerne ordentlich krachen lassen? Oder setzt Ihr bei Euren Touren auf totale Entschleunigung? Vielleicht seid Ihr aber auch Vertreter der Devise "Leben und leben lassen"...und seht die Diskussion entspannt?

Was das Ergebnis unserer Umfrage anbelangt, stehen bei 61% unserer User die Aspekte Ruhe und Entschleunigung im Vordergrund, wenn sie auf Bergtour gehen. 39% können den Satz "Die Berge sind das beste Trainingsgelände überhaupt" unterschreiben. 

Sämtliche abgegebenen Kommentare findet Ihr - wie immer - unterhalb des Artikels. Hier eine redigierte Auswahl:

Siegi: Ich gehe in die Berge um mich zu erholen, um die Natur und die Ruhe zu genießen. Als ich noch jünger war stand die Leistung im Vordergrund. Speed am Berg ist Hirnrissig und ich sehe keinen Nutzen darin.

Anna Maria: Was bringt mir ein schneller Lauf zum Gipfel, wenn ich die Schönheit der Natur nicht sehen kann?! Jede Sekunde schade, die nicht genossen wird. Deshalb ist meine Meinung zu diesem Thema: Trainieren schön und gut, aber vielleicht, wenn schon in den Bergen, bewusster. Dann find ichs voll okay, ansonsten halte ich nichts davon.

Anonymer User: "Man kann doch wirklich beides machen, auf Geschwindigkeit den Berg hochrennen und das nächste Mal gemütlich eine schöne Wanderung machen. Warum immer alles schwarz/weiss in eine Schublade pressen..."

Peter: Jeder so wie er es mag, wenn er andere nicht stört oder behindert. Ein tolerantes miteinander - so soll es sein. Es ist toll, was der menschliche Körper so alles schafft - Extremleistungen, die früher undenkbar waren. Aber für unbedingt erstrebenswert halte ich das nicht - die Berge geben auch ohne Spitzenleistungen schon genug.

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46 Kommentare

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Anna

Toleranz ist das Stichwort. Mich hat noch nie ein Speed-Geher gestört. Und die Natur wird durch das schnellere Begehen der Berge auch nicht mehr belastet als durch langsames Wandern. Dass das alles nur mit Ruhm zu tun haben soll, finde ich totaler Schwachsinn. Für ein paar Speeder trifft das vielleicht zu, aber definitiv nicht für die Mehrheit.

Felix

Ich finde es beeindruckend bzw. erschreckend, wie viele Leute hier der Meinung sind, anderen vorschreiben zu können, was sie in den Bergen zu tun und zu lassen haben ...

synapsenkoller

Mal so, mal so.
Mit Speed ist anderer Spaß, den ich zum Beispiel beim ZUT habe als beim entschleunigten Wandern in Osttirol.
Die Mischung macht es für mich.
Und - Toleranz ist wichtig!

Anonymer User-via Vooting-Tool

Den ganzen Speed-Schmarrn machen nur Leute, die auf Ruhm aus sind. Und keinen Sinn für die Reize der Natur haben. Sollen sie es doch nachts machen...

Anonymer User-via Vooting-Tool

-dieses Jagen auf neue Rekorde ist doch (meine ich) auch den Sponsoren zu schulden. Die Extremsportler sind Profis, bekommen Geld dafür, müssen davon leben. Natürlich muß ich dem Sponsor etwas bieten, damit das Geld rollt. Ich kann da nicht bloß die Zugspitze hochrennen - es sollte doch etwas ausgefallenes sein. Also mir fällt dazu nichts mehr ein. Es sollte jeder tun und lassen, wonach ihm ist - Hauptsache er läßt die Natur in Ruhe.

Anonymer User-via Vooting-Tool

Speed am Berg ist eine recht sinnlose Veranstaltung, wer seine Kondition testen möchte der soll doch einfach Ultramarathon laufen. Zu einem Bergerlebnis gehört die Stille, wenn möglich auch die Einsamkeit, alles Andere gehört in die Freizeit- und Disneylandarenas.

Siegi Mühlbauer

Ich gehe in die Berge um mich zu erholen, um die Natur und die Ruhe zu genießen. Als ich noch jünger war stand die Leistung im Vordergrund. Speed am Berg ist Hirnrissig und ich sehe keinen Nutzen darin.

Stephan

Also ich bin sowohl Trailläufer als auch Bergsteiger und geh auch mal gemütlich wandern... Ich seh es eher so das die Freiheit das zu tun was man will jedem selbst oblig, viel schlimmer find ich die Leut die jedem IHREN und somit den EINZIGEN Weg aufzwingen wollen. Man hät viel mehr Ruhe wenn die Leut sich weniger auf andere statt auf sich selbst zu konzentrieren und nicht alles und jeden zu kritisieren. Ich wohn im Allgäu und nitze somit die Berge für s Training, wen stör ich denn damit???

Cornelia

..mich nervt es tierisch...meist haben sie bewusst die gleichen labelkklamotten an dass man schon von weitem erkennen soll ..ich gehöre dazu......zu den obercoolen! Ich behaupte mal sie wissen nichts über die Pflanzen an denen sie vorbeirasen weder ihre Namen noch wofür sie gut sind wahrscheinlich sehen sie diese nicht einmal..sie hören weder die Vögel über ihnen noch bemerken sie was diese gerade tun........das Gehabe mancher Vögel zeigt mir z. B.ob das Gewitter in der Nähe eine Gefahr für mich an diesem Ort ist.....woher ich das weiss? Seid Jahren durch die Natur und Berge ....sie kennen die Wolken und andere Wetterboten nicht......sie sehen nicht welche Insekten und andere Tiere gerade da sind odert waren welche es noch gibt und welche selten sind z.B. die grossen Grashüpfer sind ganz selten geworden??...wo die Bergwiesen überweidet sind....oder wo noch die meisten Kräuter da sind...das meiste hat mich die Natur selbst gelehrt...........

Anonymer User-via Vooting-Tool

Speed und Bergsteigen im klassischen Sinne passt meiner Meinung nach nicht zusammen. Mich persönlich interessiert es auch herzlich wenig, wenn Athlet XY mal wieder 10 Minuten schneller irgendwo hochgerannt ist. s dann noch von den Medien hehyped wird - unerträglich!

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