Kraftübertragung ist das A und O beim Biken. Die funktioniert über die Schuhe – je steifer, desto besser fürs Biken, aber desto schlechter fürs Gehen. Ein Kompromiss ist gefragt.

Tourenschuhe: Das sind die wichtigen Details.
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Wer bekannte Bike-Strecken verlassen möchte, braucht gutes Schuhwerk. Denn nicht immer ist der auf der Karte fahrbar eingezeichnete Weg auch tatsächlich mit Bike zu meistern.

Dann heißt es: schieben oder tragen. Und wer die Alpen über- oder durchquert, zählt jedes Gramm. Logisch, dass man dann keine Schuhe für den Alltag im Rucksack transportieren möchte. Gefragt sind also Schuhe, die in möglichst allen Situationen sicheren Halt bieten – seien es nun Teer-, Schotter- und Waldwege oder gar felsige Steige. Und natürlich soll bei aller Geh-Performance die Biketauglichkeit nicht leiden.

Puh, jetzt kommen die Hersteller ins Schwitzen, könnte man meinen. Schließlich gibt es gute Gründe für die jeweiligen Spezialschuhe zum Biken und zum Wandern. Doch weit gefehlt: Es gibt sie nämlich, die guten Kompromisse, wie unser Testfeld zeigt.

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Moderne Touren-Schuhe müssen nicht mehr schwere Galoschen sein, halbhoch und mehr Wander- als Bike-Schuh. In der Regel sind diese Modelle leichter geworden und wiegen um die 800 – 900 Gramm pro Paar – nur unwesentlich mehr als Race-Schuhe der Mittelklasse!

Der Unterschied liegt jedoch in den griffigen (Vibram-)Gummisohlen, die auch auf nassen Steinen oder matschigem Untergrund noch genug Traktion bieten. Und in der weicheren Oberkonstruktion, die bequemer ist und sich per Schnürung besser anpassen lässt.

Klicken Sie sich durch die Slideshow mit den 8 getesteten Tourenschuhen.

Viele Hersteller verzichten hier auf Ratschensysteme oder Klettverschlüsse, was nicht bedeuten muss, dass es mit diesen nicht auch ginge (siehe Pearl Izumi!). Die Sohle ist meist nur unter dem Cleat versteift und lässt deshalb noch genug Spielraum zum Abrollen.

Wichtig ist, dass das Cleat vollständig im Sohlenprofil verschwindet, damit man nicht auf dessem Metall ausrutscht. Und dass man es nicht durch die Sohle hindurch spürt. Ist das der Fall, ist der Schuh eher zu weich (Test auf Teer!).

Zu harte Treter hingegen machen das Gehen im Gelände zur Qual. Fersenhalt erreichen die Touren-Schuhe meist mit einem Klettband über dem Rist. Und ein wirkungsvoller Zehen- und Geröllschutz hilft gegen vorzeitige Zerstörung von Schuh und Fuß!

Apropos Verletzung: Knöchelhohe Schuhe schützen besser vor Umknicken im Gelände. Deren Träger würden sich sicher auch über ein Klimamanagement à la Gore-Tex freuen, auf das sie leider oft verzichten müssen. Dafür wurde die Optik nachgebessert. So muss niemand mehr das Gefühl haben, mit Wanderschuhen auf dem Bike zu sitzen.

Hier gehts zum pdf-Download mit den Testergebnissen aller Tourenschuhe für Biker.

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