Ab wann sollten Kinder ein LVS-Gerät dabei haben und ab wann können sie selbstständig Verschüttete suchen?

Frage von D. Moraw per E-Mail: Mit unseren zwei Kindern (9 und 7 Jahre) sind wir letztes Jahr zweimal auf Skitour gewesen. Dieses Jahr wollen wir öfters zusammen unterwegs sein. Meine Frau und ich nutzen je ein LVS Pieps DSP, ca. zwei bis drei Jahre alt. Die Kinder tragen unsere alten Ortovox m1 Geräte von ca. 1999. Beim Test-Suchen haben wir die Geräte untereinander gut orten können. Wir gehen davon aus, dass die Kinder in ein paar Jahren, wenn sie selber orten können, neue Geräte bekommen. Ist unser Vorgehen in Ordnung?

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Antwort von Olaf: Ich kenne die Situation, wir haben das ähnlich gemacht. Natürlich sollte man mit den Kindern nur bei absolut sicheren Verhältnissen unterwegs sein. Dennoch halte ich es für sinnvoll, den Kindern ein LVS mitzugeben. Dass sie in dem Alter noch nicht (planmäßig) suchen bzw. ausgraben können, ist klar. Mit dem LVS bei den Kindern erreicht man aber zwei Aspekte:

  • 1. Die Kinder lernen, dass man abseits von Pisten nur mit LVS (etc.) unterwegs ist.

  • 2. Sollte es, aus welchen Gründen auch immer, doch mal zu einer Verschüttung kommen, können die Erwachsenen zumindest die Kinder bergen.

Wenn die Kinder weiter Spaß an Skitouren haben, ist es in ein paar Jahren (ca. 10 bis 12) sinnvoll, den Kindern ein Dreiantennen-LVS an die Hand zu geben, mit dem sie auch suchen können. Suchübungen sind für die Kinder eine spannende Sache. Dazu empfehlen sich einfach zu handhabende Geräte.

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Konsequenterweise muss man den Kindern dann aber auch das Sondieren und Ausgraben beibringen. Und es sollten alle Schaufel und Sonde im Rucksack haben.

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Ihre Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Ihre Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

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Text von Olaf Perwitzschky

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