Es gibt Orte, die sind einmalig auf der Welt. Der Aletschgletscher ist einer davon – seit 2001 trägt er den Titel UNESCO-Naturerbe. Ein Gigant aus Wasser und Eis.

Wenn der Aletschgletscher das erste Mal ins Blickfeld rückt, bleibt einem leicht die Luft weg – und das liegt wahrscheinlich nicht an der Höhe. Unglaublich schön und unglaublich groß ist er – so groß, dass er sogar aus dem Weltall zu sehen ist. Mit 23 Kilometern Länge und einem Gewicht von 11 Milliarden Tonnen auf einer Fläche von 81 Quadratkilometern darf man den größten Gletscher der Alpen wahrlich als Titan bezeichnen. 

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Gletscher-Fact: Aus einem Meter Neuschnee entsteht in 10 Jahren ein Zentimeter des blauen, blasenfreien Gletschereises.

| © Aletscharena/ Christian Perret

Am Konkordiaplatz wird die 900 Meter dicke Eisdecke von den Felswänden des Eiger, Mönch und der Jungfrau eingerahmt. Südwärts, Richtung Rhonetal, bieten die bequem per Seilbahn erreichbaren Gipfel von Eggishorn, Moosfluh und Bettmerhorn die imposantesten Aussichtspunkte auf den Eisriesen. Am Konkordiaplatz fließen die Firnmulden Großer Aletschfirn, Jungfraufirn, Ewigscheefäld und der kleinere Grüneggfirn zusammen und bilden die beiden mächtigen Mittelmoränen, die sich als dunkle Linien auf dem Eisstrom abbilden.

Die Wanderung vom Bettmerhorn Richtung Märjela-Fiescheralp führt entlang des Eismeeres. Zum Greifen nah erscheinen dann die in verschiedenen Blau- und Grautönen schimmernden Spalten und Türme. Auch hier hinterlassen die warmen Sommer ihre Spuren: 60.000 Liter Wasser pro Sekunde verlassen an einem heißen Sommertag das Gletschertor. Gemäß Prognosen wird die „Arktis der Alpen“ in einem Jahrhundert fast verschwunden sein.

Info Touren

Aletsch-Panoramaweg

Eine 124 m lange Hängebrücke, ein tausendjähriger Wald und der längste Eisstrom der Alpen – gigantisch!

  • Trekking, mittel

  • Distanz: 30 km

  • Dauer: 2 Tage

  • Höhenmeter: 1590 Hm im Auf- und 1473 Hm im Abstieg

  • Beste Zeit: Juni bis Oktober

  • Ausgangspunkt: Bergstation Belalp, 2098 m.

  • Route: Von Belalp zur Massaschlucht und über die Hängebrücke auf die andere Talseite. Durch den Aletschwald zu den Aussichtspunkten Hohfluh und Moosfluh und über den Bettmersee zur Bettmeralp. Am nächsten Tag mit der Seilbahn aufs Bettmerhorn und talwärts zum Märjelensee. Über das Eggishorn mit der Seilbahn hinab auf die Fiescheralp.

Das Gletscherwasser hat mächtige Eishöhlen zwischen Gletscher und Fels gefressen.

| © Valais/Wallis Promotion/Pascal Gertschen

Via Cordata Nendaz

Kurzweiliger Klettersteig, der zwar viel Muskelkraft erfordert, dafür mit einem Panorama von Montblanc bis Matterhorn belohnt.

  • Klettersteig, mittel

  • Distanz: 2,2 km

  • Dauer: 3 – 5 Std

  • Höhenmeter: 500 Hm im Auf- und 50 Hm im Abstieg

  • Beste Zeit: Juli bis Mitte September

  • Ausgangspunkt: Gondelbahn Gentianes, 2950 m

  • Route: Von Nendaz mit dem Sessellift Tortin und der Bergbahn Gentianes auf der ausgeschilderten Via Cordata über den Gletscher von Tortin zur Bergstation des Mont-
    Fort auf 3330 m. Von dort mit der Seilbahn zurück ins Tal.

Das solltet ihr nicht verpassen:

View Points auf den Gletscher

Auf den drei markanten Aussichtsbergen Moosfluh, Bettmerhorn und Eggishorn hat man die beste Aussicht auf die Aletsch-Arena und einen freien Blick auf den Großen Aletschgletscher.

aletscharena.ch

Gletscherschau für alle Sinne

Das World Nature Forum mit seiner interaktiven Ausstellung ist das modernste Museum der Alpen und Heimathafen des UNESCO-Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch.

jungfraualetsch.ch

In luftiger Höhe wandern

Für den besonderen Adrenalin- Kick sorgen die Hängebrücken Passerelle Belle Etoile in Champéry, die Aspi-Titter in der Aletsch-Arena, die Goms Bridge in Ernen oder die Passerelle Corbassière im Val de Bagnes. 

wallis.ch/wandern

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