Viele Bergwanderer mögen den Abstieg nicht. Geht es hinauf, fühlen sich Körper und Geist wohl, geht es hinab, schmerzen Knie und die Stimmung sackt in den Keller. "Mei, wär des schee, einfach ins Tal gleiten zu können," so die müden Gedanken. Was Paraglider, Mountainbiker oder Skitourengänger können, ist seit einiger Zeit auch Wanderern möglich. Den Bergmöch genannten Faltroller nimmt man auf dem Rücken nach oben und fährt im Anschluss mit Speed ins Tal.

Gut zu tragen, aber kein Leichtgewicht: Der Bergmönch wiegt mit Rucksack 10,4 Kilo.
- Anzeige -

Zusammengeklappt trägt sich der knapp neun Kilo schwere Roller wie ein Rucksack. Das ist nicht viel für ein Gefährt, für einen Bergwanderer aber nicht gerade wenig, auch wenn das Tragesystem von Vaude ein angenehmes Tragegefühl vermittelt. In den Gepäcktaschen (Stauraum laut Hersteller-Angaben insgesamt 23 Liter) können Proviant, Wasser, ein Kleidungsstück, und Kleinkram wie Geldbeutel, Handy etc. mitgenommen werden.

Insgesamt kommt man inklusive des 1,5 Kilo schweren Rucksacks so leicht auf 15 Kilo. Kein Gewicht, das man gerne auf die ganz große Tour mit 2.000 Höhenmetern Aufstieg mitnehmen möchte. Auch die Bewegungsfreiheit des Trägers ist ein wenig eingeschränkt, so dass man sich für Touren ohne Kraxeleien entscheiden sollte, die wenig ausgesetzt sind.

Unkompliziert: Der Bergmönch ist schnell zusammengebaut.
- Anzeige -

Der große Spaß beginnt nach dem Aufstieg. Der Bergmönch ist auch für Ungeübte leicht zusammenzubauen und verwandelt sich in wenigen Minuten in ein vollgefedertes Downhill-Gerät. Es heißt der Bergmönch fühlt sich auch auf steinigen und wurzeligen Single-Trails wohl. Das mag so sein, hydraulische Scheibenbremsen von Shimano am Vorder- und Hinterrad sorgen zumindest für korrekte Bremskraft. Unser Eindruck war aber, dass man entweder erfahrener Downhill-Biker sein sollte oder erstmal auf leichteren Wegen mit dem Bergmönch üben sollte, bevor man wirklich steile, unebene Single-Trails nach unten bolzt.

Wir haben das letztlich nicht testen können. Neuschnee in Südtirol sorgte dafür, dass wir nur auf geräumten Forstwegen und kleinen Straßen ins Rollen kamen. Und das hat richtig Spaß gemacht. Entweder auf den Fußrasten stehend oder in einer Art knienden Gebetshaltung (hierher rührt der Name) flitzen wir mit teilweise über 40 km/h bergab. Aus einem langweiligen stundenlangen Hatsch wird so ein wenige Minuten dauerndes und äußerst knieschonendes High-Speed-Vergnügen.

Macht Laune: rasante Bergabfahrt mit dem Bergmönch.

Fazit: Wer vor allem leichte Ein-Tagestouren auf Wegen mit einer überschaubaren Zahl von Höhenmetern liebt, Abstiege hasst und einen großen Geldbeutel hat, bekommt mit dem Bergmönch (Kaufpreis 1.499 Euro) aus der Edelschmiede von Koga Miyata einen Downhill-Roller, der wirklich Spaß macht.

Mehr Informationen unter: www.bergmoench.com

Text und Bilder: Holger Rupprecht

Klicken Sie sich durch die Slideshow unseres Minitests "Bergmönch"

Wer den Bergmönch in herrlicher Umgebung testen möchte, ist im 4-Sterne Hotel Taubers Unterwirt in Feldthurns in der Nähe von Brixen in Südtirol richtig. Zwei vergleichsweise preiswerte Angebote bietet das schöne und liebevoll geführte Hotel:

Die Bergmönch-Shortstay-Pauschale (von Sonntag bis Donnerstag oder Donnerstag bis Sonntag) ist ab 308 Euro buchbar. Inkludiert sind vier bzw. drei Tage 3/4-Verwöhnpension unter anderem mit einer geführten Bergmönch"-Tour und einem Gratisverleih eines Mountainbikes für einen Tag.

Die Bergmönch-Wochenpauschale enthält drei geführte Bergmönch-Touren, zwei geführte Mountainbiketouren und einiges mehr. Preis ab 653 Euro.

Bergmönch testen und relaxen im Hotel Taubers Unterwirt in Südtirol.

Mehr Informationen unter: www.unterwirt.com

- Anzeige -