Genau 50 Jahre sind vergangen, seit der Broad Peak (8047 m) zum ersten Mal bestiegen wurde. Anlässlich dieses Jubiläums ist derzeit ein Expeditionsteam im Karakorum unterwegs. Das erste Ziel, den Gipfel des Broad Peak, haben die Bergsteiger bereits erreicht, am K2, der außerdem bestiegen werden soll, sind sie zunächst aufgrund des Wetters gescheitert.

Nach dem Vorbild von Markus Schmuck, Fritz Wintersteller, Kurt Diemberger und Hermann Buhl, den Erstbesteigern des Broad Peak, sollte die Jubiläumsexpedition statt finden. Die vier Alpinisten erreichten besagten Gipel im Jahr 1957 nämlich ohne künstlichen Sauerstoff und prägten damit als erste den leichten, sauberen Stil.

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Die Route des Teams am Broadpeak. Foto: www.gerfriedgoeschl.com.

Das Team um Gerfried Göschl, 22 Höhenbergsteiger aus sieben Nationen, darunter auch die deutschen Shisha Pangma-Bezwinger Norbert Linz und Martin Nüß, startete am 17. Juli. Zuerst sollte der Broad Peak, im Anschluss dann der K2 bestiegen werden. Bei eher schlechten Bedingungen erreichte ein Teil des Teams am 20. Juli den Gipfel. Andere Teilnehmer mussten bereits vorher wegen leichten Verletzungen und Krankheit umkehren.

Nach dem ersten Erfolg machten sich Göschl, die Brüder Wenzl und Kilian Volken auf den Weg zum K2 Basislager. Doch am K2 fand die Expedition bei Lager III ihr vorläufiges Ende. Das schlechte Wetter war der Grund für den Wiederabstieg zum Basiscamp.

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Für positive Nachrichten sorgen die Günter Unterberger und Louis Rosseau, zwei weitere Expeditionsteilnehmer. Ihnen gelang, trotz widrigen Wetters, ebensfalls die Besteigung des Broad Peak.

Louis Rousseau, Kilian Volken, Ronald Newerkla, Gerfried Göschl und Günther Unterberger (v.l.n.r.) wollen's heute nochmal wissen. Foto: www.gerfriedgoeschl.com

Der zweite Versuch am K2 soll heute stattfinden. Um 6:00 Uhr lokaler Zeit will Gerfried mit seinen Kameraden Kilian Volken (CH), Ronald Newerkla (A), Louis Rousseau (CAN) und Günther Unterberger (A) eine Höhe von 6650 m erreicht haben. Am Freitag will das Team dann auf 7350 m eine Mittagspause einlegen, um anschließend noch so hoch wie möglich zu gelangen. Falls die Wetterverhältnisse es zulassen, soll eventuell sogar das Lager IV auf der sogenannten Schulter in 7800 m erreicht werden. Am Samstag ist dann der Angriff auf den Gipfel geplant. Nach derzeitigen Wetterprognosen wäre das auch der einzige Tag, an dem das möglich ist.

Weitere Infos: www.alpenverein.at , www.gerfriedgoeschl.com (Expeditionstagebuch)

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