Luis Trenker war Bergsteiger, Filmemacher und Tausendsassa. Für eine ganze Generation war er einer der prominentesten Köpfe des Bergsteigens. Am 04. Oktober hätte er seinen 125. Geburtstag gefeiert.

Luis Trenker prägte mit seinen unvergesslichen Filmen und seiner markanten Medienpräsenz das Bild vom Berg und vom Bergsteigen wie kaum ein anderer. Bis heute zählt er zu den bekanntesten Bergspersönlichkeiten. Dabei war er viel mehr als "nur" ein Alpinist.

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Er war zunächst Maler, Architekt und Bergführer - und ließ sich als solcher von Arnold Fanck für den Bergfilm entdecken. Er wurde Schauspieler, später Regisseur, Drehbuchautor und Produzent und blieb dabei doch immer ein charmanter Komödiant und Herzensbrecher, ein begnadeter Geschichtenerzähler und gewiefter Lebenskünstler.

Zu seinen fast 20 Spielfilmen gehören u.a. "Der Berg ruft" (1937) und "Duell in den Bergen" (1949) sowie rund 35 Kultur- und Dokumentarfilme. Das Pathos von Eroberungswille, Opferbereitschaft und Kameradschaftsgeist prägt Trenkers frühe Filme. Auch etliche Romane und Sachbücher (u.a. "Helden der Berge") sowie mehrere autobiografische Bücher gehören zum Werk des vielseitigen Künstlers.

Wahrgenommen wurde er von einem Millionen-Publikum als Naturbursche und außergewöhnlich fähiger Bergsteiger. Tatsächlich war der junge Luis Trenker vor dem Ersten Weltkrieg Seilpartner mehrerer damaliger Top-Kletterer war. Rund ein Dutzend Erstbegehungen in den Dolomiten gehen auf sein Konto, darunter einige im fünften Schwierigkeitsgrad. In seinen Filmen jedoch hat sich Trenker - so heißt es zumindest - bei schwierigen Kletter-Szenen doubeln lassen.

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Vielleicht was es war ihm auch deshalb vergönnt, seinem eigenen Leitspruch folgen zu können: "Das Allerwichtigste beim Bergsteigen ist, dass man lange lebt."

Luis Trenker wurde am 4. Oktober 1892 im Südtiroler St. Ulrich geboren und starb im Alter von 97 Jahren am 12. April 1990 in Bozen.

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