Für Fabian Buhl ist Alexander nicht nur ein Expeditionspartner, sondern auch ein Freund. Er gratuliert dem Kletter-Star zum runden Geburtstag.

Als ich anfing zu klettern, las ich sämtliche Informationen über die Kletterstars und fuhr auf viele Veranstaltungen. Unter anderem natürlich auch zu Alexander Hubers Vortrag in Bad Hindelang. Die extremen Bilder wilder Erst- und seilfreier Begehungen beeindruckten mich schwer. Für mich waren sie unvorstellbar und weiter entfernt als der Mond. Aber sie gaben mir die Motivation, weiter zu trainieren und zu träumen!

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Später, als absoluter Alpinkletter-Novize, versuchte ich Alexanders bis dato unwiederholte Route „Nirwana“. Schon nach den ersten Tagen war mir klar, so eine Route solo erstzubegehen wäre für mich absolut undenkbar. Nach dem Durchstieg meldete ich mich natürlich bei Alexander und bedankte mich für das super Abenteuer und die geniale Kletterei. Danach trafen wir in Miesbach aufeinander und kamen nach seinem Vortrag weiter ins Gespräch. Alexanders Satz des Abends war: „Also Projekte hab ich zwar viele, aber wenn dir was Gescheites einfällt, fahren wir zusammen weg!“

Dazu konnte ich natürlich nicht nein sagen. Und so ging unsere erste Reise schon wenig später nach Südafrika. Zwar hatte ich noch keine Erstbegehungen gemacht, war mir aber sicher, dass Alexander mir das schon beibringen würde. Und tatsächlich: Am Ende unserer gemeinsamen zwei Wochen hatten wir eine neue Route erstbegangen! 

Für Fabian Buhl ist Alexander nicht nur ein Expeditionspartner, sondern auch ein Freund.

| © Fabian Buhl
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Noch viel wichtiger war aber, dass wir eine super Zeit hatten und uns prächtig verstanden. So fuhren wir in den folgenden Jahren immer wieder miteinander weg und eröffneten viele neue Routen. Zuletzt auf Expedition in Pakistan, wo wir eine gigantische Felskante am Choktoi Ri erstbegehen konnten.

In dieser Aktion spiegelt sich Alexanders Wesen als Bergsteiger für mich sehr gut wieder: Je kleiner die Expedition, desto besser taugt es ihm. Alexander mag es einfach und auf das Wesentliche reduziert. Luxus braucht er weder am Berg noch sonstwo! Als Seilpartner ist er der Wahnsinn: Egal in welcher Situation, er bleibt stets positiv und ruhig. Selbst dann noch, wenn es ihm nicht gut geht.

In Pakistan stürzte er einen Tag vor dem Gipfelversuch und zog sich dabei ein wirklich großes Hämatom zu, bei dem viele andere sicher jammern und ans Absteigen denken würden. Doch nicht Alexander. Er besann sich auf seine Kämpfernatur und sein Motto „A bisserl was geht allerweil!“. Dies zusammen mit meinem Ruhig-Blut-Motto „Mol luaga“ ermöglichte uns dann auch am nächsten Tag, den Gipfel zu erreichen, wobei Alexander sein Hämatom schon fast vergessen hatte.

In all der Zeit, in der ich Alexander immer besser kennenlernen durfte, wurde mir klar: Er denkt nicht ausschließlich rational und methodisch. Natürlich bereitet er sich intensiv vor und ist extrem pragmatisch. Aber im entscheidenden Moment achtet er vor allem auf sein Gespür und hört auf sein Gefühl. Zudem hat er enorm viel Erfahrung, weil er seit Jahrzehnten jede freie Minute in den Bergen verbringt.

Klickt Euch durch die Slideshow mit Bildern zu den wichtigsten Stationen im Leben von Alex Huber:

Was ihn gegenüber vielen anderen auszeichnet, sind seine Kreativität und seine stetige Suche nach Neuland: Alexander betreibt das Klettern und Bergsteigen eben für sich selbst. Weil es ihn mit Freude erfüllt und er so die Welt entdecken kann! Ich wünsche ihm, dass das noch lange so bleibt und wir noch viel „gute Zeit“ miteinander verbringen und spannende Abenteuer erleben dürfen! Denn ich schätze mich glücklich, dass sich meine größte „Ikone“ zu einem meiner besten Freunde entwickelt hat! Ois Guade, Alexander!

Text von Fabian Buhl

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