Legendärer US-Kletterer stirbt im Alter von 73 Jahren.

Der legendäre Kletterer Jim Bridwell ist tot. Er starb nach US-Presseberichten vor wenigen Tagen in Palm Springs in Kalifornien an Leberversagen und Hepatitis C.

Kletter-Spuren hinterließ der 1944 geborene Bridwell an vielen Kletter-Hot-Spots weltweit, vor allem aber im Yosemite Valley, wo er hunderte Erstbegehungen verbuchen konnte. Auch im Bigwall-Climbing setzte er dort Maßstäbe. 

1975 gelang ihm (mit John Long und Billy Westbay) beispielsweise in der Route "The Nose" die erste Begehung des El Capitan an einem Tag (15 Stunden). Weitere Meilensteine waren Routen wie "Triple Direct", "Pacifik Ocean Wall", "Zenyatta Menatta" oder "Sea of Dreams".

1979 war der auch in den Alpen aktive Weltreisende in Sachen Klettern weit im Süden und weit im Norden des amerikanischen Kontinents erfolgreich, als ihm die Besteigung des Cerro Torre in Patagonien und des Kichatna Spire in Alaska gelang. 

1982 konnte er im Himalaja mit einem Team die Südwand des Pumo Ri (7.161m) an der Grenze zwischen Nepal und Tibet erstbesteigen.

Bridwells war einer derjenigen, die in der wilden, freien Zeit der 1970er-Jahre das Klettern zum Lebensinhalt machten und bürgerlichen Sicherheiten Lebewohl sagten. Im legendären Camp IV im Yosemite wurde trainiert, musiziert, gefeiert, geliebt und gelacht. Das wenige Geld, das Bridwell zum Leben brauchte, verdiente er unter anderem als Bergführer und Ski Patroller. 

Nun weint die weltweite Kletterszene um einen ihrer buntesten Vögel, der die Felsen dieser Erde am 16. Februar für immer verlassen hat.

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