Am Galsterberg in der Steiermark werden in dieser Wintersaison Skitourengeher zur Kasse gebeten. Ist das in Ordnung? Hier das Ergebnis unserer Umfrage.

Die Neueinnahmen sollen für die Verbesserung der Infrastruktur im Skigebiet Galsterbergalm verwendet werden. So entsteht derzeit im Bereich der Talstation ein eigener Parkplatz für Tourengeher, der rund 60 PKW Platz bieten wird; Beschilderung, Leitsystem und Aufstiegsspur werden ebenfalls erneuert. 

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"Wir am Galsterberg stehen den Tourengehen sehr positiv gegenüber, es bringt uns auch ein sehr gutes Image. Mit diesen Maßnahmen möchten wir die Qualität verbessern und vor allem höchste Sicherheit bieten. Spricht man mit Tourengehern, sind diese durchaus bereit einen Beitrag für die Bereitstellung der Infrastruktur und Erhöhung der Sicherheit zu leisten", so Peter Weichhold, Geschäftsführer der Galsterbergalm Bahnen GmbH gegenüber meinbezirk.at.

Der Betrag, von dem Weichhold spricht, lässt sich auch schon genau beziffern: 5 Euro sind pro Tag und Tourengeher am Galsterberg zukünftig fällig, die "Tourengeher-Saisonkarte" schlägt mit 50 Euro zu Buche. Besitzer eines gültigen Skipasses haben hingegegen die Möglichkeit, gratis "auf Tour" zu gehen.

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Wer ein Tagesticket löst, hat dies (wie auch die Saisonkarte) beim Aufstieg stets mitzuführen, da regelmäßig Kontrollen auf den Pisten durchgeführt werden, wie es auf der Homepage des Betreibers heißt. 

Tourengeher, die ohne angetroffen werden, müssen an Ort und Stelle ein entsprechendes Ticket nachlösen. Über die Einführung eines Bußgeldes werde momentan aber noch nicht nachgedacht, so eine Sprecherin der Galsterbergalm Bahnen auf Nachfrage von alpin.de.

Wenn das Beispiel in anderen Skigebieten Schule macht, dürfte der Aufschrei unter den Pisten-Tourengehern groß sein. Oder doch nicht?

Das Ergebnis unserer Umfrage

Ausgehend von oben stehender Nachricht, hatten wir Euch gefragt, was Ihr davon haltet, wenn Tourengeher in Skigebieten zur Kasse gebeten werden. 

Das Ergebnis unserer Umfrage

| © www.alpin.de

Rund zwei Drittel der User, die über unser Voting-Tool abgestimmt haben, sind der Ansicht, dass es durchaus gerechtfertigt ist, wenn auch Tourengeher einen finanziellen Beitrag leisten müssen. Allerdings sollte dieser nicht allzu hoch ausfallen. Gut ein Drittel von Euch ist grundsätzlich nicht dazu bereit, für Pistenskitouren zu bezahlen.

Etwas anders ist die prozentuale Gewichtung beim Ergebnis unseres Votings auf facebook.com/alpinonline. Zwar findet es die überwiegende Mehrheit unserer Facebook-Freunde legitim, dass Pistenbetreiber auch Skitourengeher zur Kasse bitten. Immerhin 44 Prozent sind aber der Meinung, dass dies ein absolutes No-Go ist. 

Zu dem Thema wurden viele Kommentare abgegeben, die Ihr ungekürzt unter dem Artikel findet. Hier eine redigierte Auswahl:

Gabi: "Es ist völlig richtig, sowohl für den Parkplatz wie für die Benutzung der Piste im Auf- und Abstieg zu bezahlen. Dies würde die friedliche Koexistenz zwischen Pistenfahrern und Tourengehern fördern und die Liftbetreiber vielleicht dazu bewegen, einen abgesperrten Bereich für den Aufstieg anzulegen. Eltern mit größeren Kindern wäre es so möglich, einerseits eine Skitour zu machen und andererseits aber in der Nähe des Nachwuchses zu sein."

Anonymer User: "Abzocke! In absehbarer Zeit müssen wir dann wohl auch noch für den Verbrauch von Sauerstoff in der freien Natur bezahlen."

Peter: "Ich freue mich vor allem über Aufsteigen ohne Lawinengefahr. Ich kann allein gehen, und brauche nicht die komplette Ausrüstung. Dafür zahle ich gerne."

Astrid: "Wenn ein Tourengeher die Piste benutzt, hat er dafür zu zahlen. Schließlich entstehen für die Präparierung der Piste ja auch Kosten."

Helmut: "Wer einen geräumten Parkplatz, Orientierungshilfe bei Aufstieg und Abfahrt, stets einsatzbereite Bergrettung und vieles mehr in Anspruch nehmen will, der sollte dafür auch einen kleinen finanziellen Beitrag zu leisten. Wer das nicht will, hat tausend andere Möglichkeiten."

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42 Kommentare

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User über Umfrage-Tool

Abzocke! In absehbarer Zeit müssen wir dann wohl auch noch für den Verbrauch von Sauerstoff in der freien Natur bezahlen.

Peter

Ich freue mich vorallem über Aufsteigen ohne Lawinengefahr, ich kann allein gehen und brauche nicht die komplette Ausrüstung. Dafür zahle ich gerne

User über Umfrage-Tool

Wer die Lifte nutzt, zahlt dafür. Wer sie nicht nutzt, zahlt auch nicht. Ganz einfach.

User über Umfrage-Tool

Das ist vollkommen inakzeptabel. Auf der einen Seite die Bergwelt mit Liftanlagen Hotels und Schneekanonen verschandeln und das aus reiner Profitgier. Um dann auch noch von denen profitieren zu wollen die die Natur schonen wollen und sich dort bewegen wo sowieso schon Massentourismus herrscht. Wer am Pistenrand aufsteigt und niemanden gefährdet macht prinzipiell nichts anderes als auf einem angelegten Weg im Gebirge einen Spaziergang zu machen. Parkplatzgebüren sind da etwas anderes, da sich diese in aller Regel auf privat Grund befinden. Kein Cent bekommen die von mir!!!

User über Umfrage-Tool

Die Pisten bedürfen auch gewisser Pflege, woran sich die Geher beteiligen sollen.

User über Umfrage-Tool

Berge gehören zur freien Natur. Die Natur muss kostenlos zugänglich sein - sodass ein jeder diese nutzen kann ohne Gebühren.

User über Umfrage-Tool

Es geht ja fast auf jeden Berg in den Bayer. Voralpen ein Lift bzw. eine Bergbahn rauf, und es werden ja immer noch mehr (Ried- berger Horn). Wo soll man da noch schnell eine Skitour machen, wo man nicht auf die Piste kommt.

Andreas R.

Ich nütze Pisten im Auf und Abstieg nur, wenn abseits noch oder wieder nicht genug Schnee liegt. Also brauche ich die Präparation durch die Liftbetreiber, um eine Tour machen zu können. Dann ist es auch o.K. einen Beitrag dazu zu leisten. 2-3 Euro Parkgebühren und die Sache hat sich. Dann ist diese ganze Diskussion vielleicht auch Mal zu Ende. Jedenfalls viel besser als Betretungsverbote!

User über Umfrage-Tool

Bisher wird bereits fürs Parken kräftig kassiert. Wo bleibt das freie Betretungsrecht? Müssen künftig auch Wanderer für die Benutzung der Wege bezahlen?

Astrid

Wenn ein Tourengeher die Piste benutzt, hat er dafür zu zahlen. Schließlich entstehen für die Präparierung der Piste ja auch Kosten.

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