Schritt für Schritt

Schwere Bergtour auf den Hochkalter

Das Hochkaltermassiv ist neben dem Watzmann der bedeutendste Gebirgsstock im Berchtesgadener Talkessel. Selbst für den Normalweg über den Schönen Fleck braucht man Trittsicherheit und Kletterfertigkeit bis zum II. Grad!

Blick vom Hintersee zum Hochkaltermassiv.
© IMAGO / agefotostock
<p>Ziel erreicht: Am Gipfel des Hochkalter.</p>

Ziel erreicht: Am Gipfel des Hochkalter.

© alpin.de

Einer der höchsten Gipfel Deutschlands, nördlichster Gletscher der Alpen, ein unversicherter Grat über knapp zwei Kilometern, Kletterstellen bis II, über 1800 Höhenmeter Tourenlänge – die Besteigung des Hochkalters ist selbst auf dem Normalweg eine ernstzunehmende Bergtour, die mit Tiefblicken auf das Blaueis auch optisch einiges hermacht.

Dass der Normalweg nicht über die leichteste Route (Ofental) leitet, liegt an der Blaueishütte. Übernachtet man hier, lässt sich der Anstieg auf zwei moderate Etappen aufteilen.

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kletterfertigkeit, sicheres Wetter und trockener Fels sind absolut notwendig, um die Tour zum gelungenen Erlebnis zu machen.

Über den Normalweg auf den Hochkalter

  • Gesamtzeit: 6 Std.

  • Höhenmeter: 960 Hm

  • Schwierigkeit: Bergtour, schwer

  • Ausgangspunkt: Parkplatz Seeklause am Hintersee, 790m.

  • Stützpunkt: Blaueishütte, 1651 m, 2 ½ Std vom Hintersee.

  • Beste Zeit: Je nach Schneelage Juni / Juli bis September / Oktober.

  • AV-Karte & Führer: AV-Karte, 1: 25 000, Blatt BY 21, Bayerische Alpen Nationalpark Berchtesgaden – Watzmann; Bernhard Kühnhauser: Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen alpin, Bergverlag Rother, 2011.

Die Route auf den Hochkalter ist eine anspruchsvolle Grattour auf einen der höchsten Gipfel rund um Berchtesgaden. Die Tour kann entweder an einem Tag vom Hintersee aus unternommen werden. Ein Genuss für konditionsstarke Allround-Bergsteiger:innen (1850 Hm, 11 - 12 Std.). Wer es etwas gemütlicher angehen möchte, teilt den langen Anstieg mit einer Übernachtung in der Blaueishütte in zwei etwa gleich lange Etappen.

Die Ziffern vor den Bildunterschriften sind durchschnittliche Zeitangaben. Braucht man länger als 1 1/2 Stunden zum "Schönen Fleck", sollte besser auf die Tour verzichtet werden. Im Schritt für Schritt findet ihr alle Schlüsselstellen der Tour im Bild:

<p>Übersichtskarte Hochkalter (Klick auf die Karte für die Großansicht.)</p>

Übersichtskarte Hochkalter (Klick auf die Karte für die Großansicht.)

Der Normalweg auf den Hochkalter führt vom Hintersee über die Schärtenalm zur Blaueishütte. Auf einem Steig (teils versichert) in die Scharte Schöner Fleck und über den langen Grat um den Rotpalven und über den Kleinkalter zum Gipfel (diverse leichte Kletterstellen). Abstieg auf derselben Route. Alternativ kann die Überschreitung mit Abstieg durchs Ofental gemacht werden: eine absolute Paradetour!

Weitere Informationen: Touristinfo Berchtesgaden, Maximilianstraße 9, 83471 Berchtesgaden, Tel. +49 8652 65650-0, www.berchtesgaden.de

Bergführer: viele vor Ort, z. B. Bergschule Berchtesgadener Land, Heinz Zembsch, Silbergstraße 25, 83483 Bischofswiesen, Tel. +49 8652 5371, www.berchtesgaden-bergschule.de oder Bergschule Watzmann, Am Forstamt 3, 83486 Ramsau, Tel. +49 8657 711, www.bergschule-watzmann.de

Hütten auf dem Weg zum Hochkalter

Blaueishütte , 1651 m, DAV, Mitte Mai – Mitte Oktober, Tel. +49 8657 271, www.blaueishuette.de

<p>Traumhaft liegt die Blaueishütte mit Blick auf den gleichnamigen Gletscher und die umliegenden Gipfel. Der Kaiserschmarrn dort soll ein Gedicht sein!</p>

Traumhaft liegt die Blaueishütte mit Blick auf den gleichnamigen Gletscher und die umliegenden Gipfel. Der Kaiserschmarrn dort soll ein Gedicht sein!

© IMAGO / imagebroker

Schärtenalm , 1362 m, privat, begrenzte Übernachtungsmöglichkeiten, Mitte Mai – Anfang Oktober, Tel. +49 08657 983585

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