Ortlieb bietet ein Sortiment für kleine und große Bike-Abenteuer. Herzstück: Der Atrack BP. Wir haben den Rucksack sowie einige weitere Taschen aus der Produktpalette des süddeutschen Herstellers getestet.

Das Thema Bikepacking hat in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen. Immer mehr Menschen möchten mit speziellen Taschensystemen ausgestattet mehrtägige Rad-Abenteuer in der Natur verbringen und dabei bei jedem Wetter entspannt und auch auf schwierig zu fahrenden Wegen agil bleiben.

Herzstück unseres Tests: Der Ortlieb Atrack BP Rucksack.

Marktführer unter den Anbietern ist Ortlieb. Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Heilsbronn hat sich durch die Produktion von qualitativ hochwertigen und wasserdichten Satteltaschen schon über viele Jahre einen hervorragenden Ruf in der Bike-Szene erarbeitet, den es auch im Bereich Bikepacking bestätigen möchte.

Optimal ist die Bikepacking-Serie von Ortlieb für geländetaugliche Gravel-Bikes, aber auch Mountainbike-Fahrer finden in der Palette des Herstellers die passenden Packtaschen, um auf große Fahrt zu gehen.

Das Test-Set: der Atrack Bp Rucksack (rechts hinten), das Handlebar-Pack (links hinten), das Accessory-Pack (rechts vorne) sowie das Cockpit-Pack.

Unser Portalmanager Holger war mit dem Atrack BP, dem Handlebar-Pack, dem Accessory-Pack, sowie dem Cockpit-Pack in diesem Sommer mehrere Male auf Mehrtagestouren mit einem Mountainbike-Fully unterwegs. Hier sein Test-Eindruck:

Drei Tage unterwegs mit dem ????? Mountainbike auf dem Frankenweg, einem Fernwanderweg durch die schönsten Gegenden der...

Gepostet von Holger Ät Alpin am Dienstag, 11. August 2020

100% wasserdicht bei jedem Wetter: mit dem Ortlieb Atrack BP im Regen unterwegs.

Ich beginne mit dem Atrack BP, dem Herzstück der Serie und auch dieses Tests:

Der 25 Liter fassende Rucksack ist 100%ig dauerhaft und verlässlich wasserdicht. Komme von oben was da wolle, der Inhalt des Rucksacks bleibt stets trocken.

Besonders ist das Öffnungsprinzip des Rucksacks: Er ist nur von hinten mit einem mittig angebrachten Tizip Reißverschluss zu öffnen und zwar auf der gesamten Länge des 56 Zentimeter hohen Rucksacks. Damit entfällt das Kramen und Suchen von oben wie bei den gewohnten Rucksäcken mit Zugriff von oben. 

Öffnet man den Rucksack, hat man den gesamten Inhalt vor Augen und buchstäblich alles im Griff.

Zudem bietet der Rucksack neben dem großen Hauptfach vier darin integrierte kleinere Taschen sowie zwei Netz-Außentaschen und einen Schlüsselhaken. Features, die dem Träger helfen, Ordnung zu halten.

Öffnung von hinten und alles in bester Ordnung mit dem Ortlieb Attrack BP.

Durch die stufenlose Rückenlängenverstellung sowie verstellbare Schulterriemen und Brustgurt kann der Rucksack auf die Körpergröße des Trägers angepasst werden. Für den optimalen Sitz sorgen zudem ein schmaler bikegerechter Hüftgurt sowie mehrere Kompressionsriemen.

Guter Begleiter im Karwendel-Regen: der Ortlieb Atrack BP.

Insgesamt fand ich den etwa 1,3 Kilogramm schweren Ortlieb Atrack BP auf meinen mehrtägigen MTB-Touren echt klasse und kann den Rucksack sehr empfehlen auch wenn 180 Euro UVP schon eine ziemliche Ansage sind. Vor allem bei strömendem Regen im Karwendel gab mir der Rucksack allzeit das schöne Gefühl, abends auf trockene Kleidung zurückgreifen zu können. 

Ein paar Worte zu den weiteren von mir getesteten Taschen:

Das Handelbar-Pack war bei der Karwendel-Durchquerung notwendig und Gold wert. Das Gepäck alleine im Rucksack zu verstauen, wäre vom Packmaß her nicht möglich gewesen. Ich hatte im 15 Liter fassenden Handelbar-Pack vor allem relativ leichte Kleidung verstaut, die schnell erreichbar sein sollte, z.B. eine wasserdichte Wechseljacke, eine windichte Jacke, Regenhose, Handschuhe, eine Iso-Jacke und einen Buff. Das hat bestens funktioniert. 

Erschwerte Sicht aufs Vorderrad: Unterwegs mit montiertem Handlebar- und Accesory-Pack.

Allerdings war es etwas fummelig und benötigte Zeit und ein bisschen Übung, jeden Morgen vor der Tour den Handelbar-Pack zu befestigen ist Wenn die Rolle annähernd gefüllt ist und darauf zudem das Accesory-Pack montiert ist, habe ich mein Vorderrad nicht mehr gesehen, was die optimale Linienführung auf technisch anspruchsvolleren Trails erschwert. Zudem ist das Bike dann vom Fahrverhalten her natürlich deutlich weniger agil wie ohne Taschen. 

Das Accesory-Pack ist der richtige Ort, um schnell zu erreichende Kleinigkeiten zu verstauen. Ich hatte dort u.a. Geldbeutel, Riegel, Taschentücher, Reifenheber, Ersatzschlauch, Flickzeug und Minipumpe untergebracht. Sie wird entweder am Handlebar-Pack oder - ohne Handelbar-Pack - am Lenker und am Steuerrohr befestigt. Die Tasche ist inzwischen nicht nur bei großen Mehrtagsestouren sondern auch bei meinen Tagestouren ständiger Begleiter. Praktisch und sehr gut. 

Wird am Rahmen angebracht: das Accesory-Pack.

Nicht ganz so gut fand ich das Cockpit-Pack, das am Rahmen angebracht wird. Der Reißverschluss läuft sehr schwergängig. Wer etwas ungeduldig am Verschluss "reißt", erhält möglicherweise wie ich als Quittung einen ausgerissenen Reißverschluss. Ärgerlich, aber in der Gesamtbetrachtung der getesteten Taschen aus dem Ortlieb-Bikepacking-Sortiment eher ein Detail. 

Insgesamt bietet Ortlieb sehr gut durchdachte Lösungen und hohe Qualität für Bikepacker aller Couleur. 

Weitere Informationen:

www.ortlieb.com/de/produkte/bikepacking

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