Rahmen oder Pin? Ganz leicht oder doch eher solide? Die Zeit, in der die Auswahl an Tourenbindungen überschaubar war, sind vorbei. Hier stellen wir euch die besten Skitourenbindungen in den Kategorien Allrounder, Aufsteiger und Abfahrer für die Wintersaison 2022 vor.

Der Leichtgewichtswahn der letzten Jahre war interessant zu verfolgen, aber nicht immer nachvollziehbar. Natürlich ist es schön, mit möglichst wenig Gewicht "unbeschwert" den Berg raufzueilen. 

Aber mal ganz ehrlich: 100 Gramm hin oder her, darauf kommt es bei den meisten Tourengeher:innen nicht an.

+++ Eine große Auswahl an Tourenbindungen findet ihr auch in unserem ALPIN-Shop. +++

Natürlich hat sich technisch in den letzten Jahren extrem viel getan. Bei der Bindungen muss sich jeder die Frage stellen: Wie viel Komfort brauche ich, wie wenig Gewicht will ich, und wie wichtig ist mir der Sicherheitsaspekt?

Hier könnt ihr die Modelle aus dem Test direkt kaufen:

Ganz leichte Bindungen sind angenehm zu gehen, haben aber in Sachen Auslösung Defizite gegenüber schwereren Bindungen.

ALPIN Skitourenbindungen-Test 2022

Den kompletten Test findet ihr in ALPIN 2/22. Die Ausgabe könnt ihr hier online bestellen.

| © ALPIN

Unter den Allroundern finden sich die etwas schwereren, aber auch komfortableren und hier und da auch sichereren Bindungen. Hier lassen sich bei allen Modellen sowohl der vertikale als auch der horizontale Auslösewert einstellen.

Unter den abfahrtsorientierten Bindungen rangieren die etwas schwereren, aber durchaus noch voll tourentauglichen Bindungen.

+++ Euch fehlt noch der passende Ski zur Bindung? Hier gehts zum aktuellen Test! +++

Skitourenbindungen im Test: So haben wir die Modelle getestet

Wir haben alle Bindungen im normalen Auslieferzustand gewogen. Darüber hinaus sind wir mit den Bindungen vor allem viel gegangen.

ALPIN Skitourenbindungen-Test 2022

Bei manchen Bindungen muss der Stopper mittels Knopf geöffnet werden.

| © Birgit Gelder

Insgesamt waren 20 Tester:innen unterwegs und haben ihre Eindrücke auf einem standarisierten Fragebogen nach der Tour festgehalten. Die Test- Crew bestand aus Profis (Bergführern) aber auch aus ganz "normalen" Skitourengeher:innen.

Skitourenbindungen im Test: Das ist unser Fazit

Das Schöne bei den Bindungen: Man hat eine große Auswahl. Und es gibt garantiert für jeden die passende Bindung. 

Wenn dir ein geringes Gewicht wichtig ist, musst du Abstriche beim Komfort und in der Regel auch bei der Auslösesicherheit machen. Hier ist auch wegen des Sicherheitsaspekts und aufgrund des akzeptablen Preises die Fritschi Xenic 10 unser Favorit. 

Das Video mit den vier Testsiegern findet ihr hier!

Bei den Allround-Bindungen steigen Bedienkomfort und Sicherheit. Hier sind zwei Modelle unsere Testsieger. Die ATK Raider 12/14 mit ihrem edlen Auftreten, dem geringen Gewicht und der ausgeklügelten Technik. Und die Fritschi Vipec Evo 12 mit der guten Abfahrtsperformance und der Einstellbarkeit des Auslösewerts am Frontteil. 

Bei den abfahrtsorientierten Bindungen bekommt die Marker KingPin 12 und die Fritschi Tecton 12 unseren Abfahrts-Tipp. Die Fritschi ist etwas leichter, die Marker hat leichte Vorteile im Handling.

Hier findet ihr den Produkttest mit allen 14 Bindungs-Modellen. Für eine Großansicht klickt auf das Produktbild:

Den kompletten Test lest Ihr in der ALPIN Ausgabe Februar-März 2022. Jetzt im Zeitschriftenhandel, als Einzelheft, im praktischen Abo oder als digitales eMagazin für nur 1,99€ pro Ausgabe!

6 Kommentare

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ALPIN-Testchef Olaf

Wir haben die Bindungen für den Test in drei Kategorien unterteilt (siehe Leitsystem). Von ATK ist in der Kategorie „Aufsteiger / Pin“ die Kuluar dabei, von Fritschi die Xenic. Die Einteilung erfolgte auch nach den Gewichtskategorien bzw. Einteilungen der Hersteller. Von ATK gibt es eben nur relativ leichte Bindungen.
Innerhalb dieser Gruppe ist die Xenic die einzige, bei der beide Z-Werte eingestellt werden können. Bei den Allround-Bindungen sieht das anders aus, da kann man bei allen Modellen aller Hersteller beide Z-Werte einstellen, auch bei der Crest und der Raider von ATK.
Und ja, wir haben die Bindungen bei allen Temperaturen getestet. Die Temperaturen sind auch nicht das Problem für die Bindungen (in deinem Fall die Xenic) sondern die Schneebeschaffenheit. Da gibt es hier und da Probleme, aber nicht nur bei der Xenic. Das Problem: Wir können bei einem Test ja nur die Punkte bewerten, die im Test auch auftreten. Nur vom „Hörensagen“ können wir leider keinen Test machen. Und wir hatten auch bei deutlichen Minustemperaturen keine Probleme mit der Xenic.
Um aber diese Aspekte von „typischen“ Problemen aufzugreifen, haben wir noch den Kasten mit den „Auffälligkeiten“ von Bindungen im Test mit aufgeführt.
Grüße, Olaf

Andrea auf Facebook

Ihr schreibt, die FrtschXenic sei die Einzige der leichten Bindungen bei der „Beide Z Werte“ eingestellt werde können. Sowohl ATK Raider als auch ATK crest können das auch. Habt ihr auch den FrontHebel der Xenic bei ca -10 Grad oder weniger versucht für den Aufstieg zu Verriegeln? Je nach Schuh, mehr oder weniger katastrophal.

Fritz1

Hallo Olaf ,
auf deine Frage was für eine Bindung ich jetzt auf den neuen Ski habe es ist eine Dynafit Rotation die ich jetzt schon wieder eine Saison ohne Probleme fahre ich drehe den hinteren Körper wie von euch beschrieben mit Handschuhen wegen der Bremse einmal Schmerzen sind genug , ansonsten bin ich sehr zufrieden.
Ich wünsche euch noch eine schöne Saison mit viel Pulverschnee!
Fritz

Olaf, ALPIN-Testchef

Hallo Fritz, danke für deinen Kommentar und die Info. Wie du ja gelesen hast, ist uns die Problematik bekannt. Aber: Die Fritschi Vipec Evo ist zusammen mit der Fritschi Tecton, die den identischen Frontteil hat, die einzige Bindung, bei der man den Z-Werte, also die Auslösung vorne einstellen kann. Das alleine ist schon mal ein wichtiges Kriterium. Die Kraftübertragung in der Abfahrt ist sehr gut, das Handling der Steighilfen ebenfalls. Ja, je nach Situation ist es manchmal schwierig, die Bindung vorne zu öffnen. Aber wir hatten (auch außerhalb des Tests und bei uns in der Skitourengruppe haben einige die Bindung) nie den Fall, dass wir sie NICHT oder nur extrem schwierig aufbekommen haben. Leider gab es am Ende keine einzige Bindung im Test, die keine Schwachstellen hat.
Für was hast du dich denn nach der Fritschi (hast du sie ersetzt?) entschieden? Es ist Luft nach oben bei den Tourenbindungen ….

Tom

Hallo Alpin Team,
danke für diesen Test.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass ihr in eurem Test 2018 das Gewicht einer einzelnen Bindung (z.B. Kingpin) angegeben habt und im aktuellen Test 2022 das Gewicht als Paar angegeben wird (z.B. ATK Crest 10). In der Tabelle steht auch kein Hinweis wie z.B. "Paar" oder "Stück".
Für einen Leser der nicht voll in dem Thema drin ist, ist das nicht so leicht ersichtlich, nachvollziehbar bzw. vergleichbar.
Gruß

Fritz1

Hallo Alpinteam ,
mir ist es ein Rätsel wie die Bindung Fritschi Vipec Evo 12 Testsieger werden kann wo die Tester doch erkannt haben wenn etwas Schnee unter der vorderen Bindung ist sich nicht mehr vollständig öffnet, da ich leider diese Bindung auf einen meiner Ski habe muß ich sagen es macht keinen Spaß wenn man sich im Schneegestöber auf 2000hm befindet und die Bindung weil das bisschen Schnee vereist ist und sich nicht mehr öffnen lässt und nur noch mit heißen Tee auf die Bindung wieder öffnen läßt , soviel zum Testsieger . Ansonsten habe ich viel Spaß mit eurer Zeitung weiter so .
Mit sportlichen Grüßen
Fritz Meier