Auf einem Gipfel sitzen und die umliegenden Berge betrachten. Die Steinböcke quasi aus der Nähe beobachten. Ferngläser kann man im Gebirge für vieles einsetzen.

Die Anforderungen an Ferngläser für Bergsteiger sind komplex. Sie sollen eine gute optische Leistung haben, dürfen nicht zu groß und nicht zu schwer sein und müssen bei all dem auch noch Stöße und Schläge wegstecken können.

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Test Ferngläser: Darauf kommt es an

Alle Ferngläser in der Übersicht sind wasserdicht, zumindest für eine geringe Wassertiefe und eine gewisse Zeit. Für unseren Einsatz vollkommen ausreichend, denn wir wollen damit ja nicht tauchen, das Fernglas muss aber Regen, Kondensfeuchtigkeit und Staub abkönnen. 

Gummierte Gehäuse und überstehende Objektivringe schützen das Innenleben und die Linsen vor Stößen und Kratzern.

Test Ferngläser: Was bedeutet die Hauptkennzahl 8 x 25?

Die acht vorne gibt die Vergrößerung an. Objekte werden bei diesen Modellen um das Achtfache vergrößert. Das ist ein Wert, der sich für Ferngläser, die man trägt und meist mit freier Hand halten wird, als eine praktikable Größe erwiesen hat. Denn je größer diese Zahl (also je größer die Vergrößerung), desto unruhiger wird das Bild durch Verwackeln. 

Die 25 gibt den Durchmesser des Objektivs an. Und daran hängt sehr viel. Denn je größer das Objektiv, desto mehr Licht wird "eingefangen" und desto besser das Bild. Aber: Das Fernglas wird damit auch größer und schwerer. 

Häufige Folge: Man nimmt das Fernglas nicht mit. Daher sind 8 x 25er-Ferngläser ideal für den Rucksacktransport.

Test Ferngläser: Das sollte man bei der Wahl beachten

Ob man allerdings 780 Euro (Swarovski) oder 90 Euro (Nikon) für ein Fernglas ausgeben möchte (und kann), hängt davon ab, wie hoch der Anspruch ist. Die Unterschiede innerhalb dieser großen Preisspanne sind auch für den Laien durch einfaches Durchschauen und Vergleichen erkennbar.

Ein Indiz ist das Sehfeld, also der Bereich, den man in 1000 Meter Entfernung beim Durchschauen durch ein Fernglas sieht. Interessant ist, dass das günstige Fernglas von Nikon durch ein riesiges Sehfeld besticht (143 Meter), das teure Swarovski aber "nur" ein Sehfeld von 119 Metern hat. 

Ein weites Sehfeld bringt aber nur dann etwas, wenn auch die Randbereiche noch scharf abgebildet werden. Je größer das Sehfeld, desto schwieriger ist es, die Randbereiche scharf zu bekommen. Also im Zweifel lieber ein etwas kleineres Sehfeld, das aber auch scharf ist. In der Regel ist es eh so, dass man sich auf das/die Objekt(e) in der Bildmitte konzentriert.

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Achte darauf, dass sich bei dem Fernglas mittels der Knickbrücken (der Gelenke an den Rohren) dein Pupillenabstand gut einstellen lässt. Nur dann ist ein langes und ermüdungsfreies Benutzen möglich. Denn sonst hat man nie ein homogenes, rundes Sehfeld. 

So ist die Toleranz bei dem teuren Zeiss Victory aufgrund der Tatsache, dass es nur eine Knickbrücke hat, extrem gering. Verändert man auch nur minimal den Winkel, passt es wieder nicht optimal. Das ist uns bei den Modellen mit zwei Knickbrücken leichter gefallen.

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