Wir haben zehn nachhaltige Hardshell-Jacken für Euch getestet.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Grund genug, einmal einen Test von besonders nachhaltigen Jacken zu machen. Was sich ziemlich schnell als ganz schön schwierig herausstellt.

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Das Heft mit dem Test aus dem ALPIN-April-Heft könnt ihr hier online nachbestellen.

| © www.alpin.de

So haben wir getestet

Als übergeordnetes Kriterium haben wir bei diesem Test vorausgesetzt, dass die Jacken komplett PFCfrei sind. Also nicht nur die zurzeit so viel diskutierte DWR (Imprägnierung), sondern die Jacke an sich. Membranen auf PTFE-Basis waren bei diesem Test also schon mal ausgeschlossen, weil diese Membranen PFCs enthalten. 

Sitzen die Kapuzen? Manche passen über einen Helm, andere sind eng geschnitten.

| © Birgit Gelder

Drüber hinaus sollte der Anteil an recycelten Materialien so hoch wie möglich sein. Unabhängig von diesen Vorgaben haben wir die Funktionalität der Jacken für den Einsatz am Berg getestet. Die Wasserdichtigkeit haben wir mit einem Suter-Tester bis zu einer Wassersäule von 5000 mm getestet. 

In der Praxis haben wir vor allem auf die Passform, die Ausstattung und die Funktionalität geachtet. Und natürlich darauf, wie dampfdurchlässig sich die Jacken in der Praxis zeigten. Das Gewicht haben wir auf einer Präzisionswaage in der Herrengröße M nachgewogen.

Fazit

Es gibt nachhaltige Jacken auf dem Outdoor-Markt, wenngleich nicht massenhaft. Und man muss genau hinschauen und sich informieren, denn nicht alles, was glänzt, stellt sich als Gold heraus. Unser Testsieger ist die Impendor Futurelight von The North Face. 

Im Test: Wie lange perlt das Wasser von den Jacken ab?

| © Birgit Gelder

Die Jacke ist leicht, aber noch ordentlich robust, hat eine sehr gute Atmungsaktivität und ist zu 90 Prozent aus recyceltem Material hergestellt. Die Klättermusen Allgrön 2.0 ist zwar sehr schwer und auch recht teuer, hält aber eine Ewigkeit und überzeugt darüber hinaus mit einer super Passform – unser Robustheits-Tipp. 

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Das Schöffel 3L Jacket Aletsch bekommt für seinen breiten Einsatzbereich den Allround-Tipp. Der Öko-Tipp geht aber an eine Jacke aus Deutschland. Fast52 zeigt mit der Tramontana dem einen oder anderen etablierten Hersteller, was in Sachen Nachhaltigkeit möglich ist.

3 Kommentare

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Olaf Perwitzschky (ALPIN-Testchef)

@Ähm: So wie es klingt, bist du vom Fach! Wir haben für den Test bei den Herstellern Hardshells bestellt, die komplett PFC-frei sind. Wir haben explizit darauf verweisen, dass es uns nicht nur um die DWR, sondern auch um die Materialien und die Membran geht. Daher ist ja auch keine Jacke aus Gore dabei. Wie du vielleicht weist, machen wir immer wieder Labor-Tests um u.a. die Angaben der Hersteller zu überprüfen. Das haben wir bei den Hardshells nicht gemacht. Auch weil wir in diesen Aspekten auf eine gewissen "Selbstkontrolle" des Marktes glauben. Ich werde die Frage bzw. deinen Kommentar gerne an TNF weiterleiten und bin auf die Antwort gespannt.

Ähm

Also Futurelight wird aus PU in feinsten Düsen abgelegt, das geht nur aus DMF (Dimethylformamid) - einfach mal schauen, was da so kommt wenn man es nachschlägt.
Dann hat man ein hydrophiles System, das mikroporös ist. Um das auch nur eine Weile wasserdicht zu bekommen braucht es eine Oleophobierung, soll mal einer von TNF erklären wie das ohne PFC gehen soll.
Warum steht da wohl bei TNF nur PFC-freie DWR?

reinhold

Nachhaltigkeit bei einer Jacke, die 500 Gramm wiegt? Da kann man am Verstand des Autors zweifeln.
Schon eine Anreise zu einer Bergtour frisst alle Vorteile auf. Die grüne Nachhaltigkeit dann auch noch zu messen, oder messen zu wollen, ist einfach lächerlich.
Tragt die Sachen einfach mal 20 Jahre: Das ist Nachhaltigkeit!