Worauf ist beim Kauf von Fellen zu achten? Olaf klärt das!

Frage von R. Mäglein, per E-Mail: Ich brauche ein neues Fell. Ich will eines, das vor allem gut gleitet und möglichst auch gut steigt. Sind die Felle ohne Kleber empfehlenswert? Woran kann ich ein gutes Fell erkennen?

Antwort von Olaf: Die Meinung, dass man ein gutes Fell erkennen kann, wenn man es sich genau ansieht, habe ich nach dem letzten Felltest begraben. Felle, die sich sehr geschmeidig anfühlten und langhaarig waren, waren schlechte Gleiter, und andere, die aussahen wie ein kurzer Industrieteppich, waren super in den Gleiteigenschaften. Da kann man sich nur auf Tests oder das Urteil des (hoffentlich) guten Verkäufers verlassen. Aber eines haben wir bei dem letzten Test bestätigt bekommen: Ein Fell, das super gleitet und gleichzeitig gute Steigeigenschaften hat, gibt es nicht. Entweder du suchst den Kompromiss oder entscheidest, was dir wichtiger ist.

Die Felle ohne Kleber (bzw. die, die auf Silikonbasis haften) halten inzwischen sehr gut. Einem unbedarften Kunden wird es aber schwierig zu erklären sein, dass da kein Kleber drauf ist. Denn klebrig sind diese Felle auch. Der Vorteil der auf Silikonbasis haftenden Felle ist der, dass du beispielsweise Schmutz unter warmem Wasser abwaschen kannst, ohne dass das Fell Schaden nimmt. Die "handwerkliche" Qualität von Fellen zeigt sich leider oft erst nach ein paar Touren. Aber bei genauer Betrachtung vor allem der Fellränder kannst du schon sehen, ob sie gut verarbeitet sind oder ob sie nach ein paar Touren fransen werden. 

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Ihre Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Ihre Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

Text von Olaf Perwitzschky

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