Olaf klärt, was man tun kann, damit man nicht für kurze Zeit ungesichert am Klettersteig ist.

Elke O., per E-Mail: Ich war neulich mit meinem neuen Klettersteigset von Skylotec auf dem Geierwand-Klettersteig unterwegs. Zum einen habe ich mich etwas gewundert, dass man sich das Set mit einem Karabiner am Gurt befestigt, zum anderen gab es Passagen, wo die einzigartige Klemme nicht auf das Stahlseil passte. Dann bin ich beim Umhängen des anderen Endes ja eine kurze Zeit ungesichert. Was kann man da tun?

Olaf: Als schnelle Lösung: Eine Bandschlinge mit einem Karabiner mitnehmen, die ich nur dazu nutze, um mich beim Umhängen zu hintersichern. Wenn du dir das Set ansiehst, wirst du erkennen, dass in der Schlaufe, in der auch die beiden anderen Arme befestigt sind, genügend Platz ist, um diese Bandschlinge dort einzubinden.

Besser ist es dann, diesen Arm mit der Bandschlinge beim Umhängen zuerst auf die neue Seite zu hängen. Ich weiß, dass eine Version des Raider 3.0 mit einem Karabiner zum Einbinden ausgeliefert wurde. 

Das hat sich aber schon wieder geändert, das aktuelle Set hat eine Einbindeschlaufe, wie man es seit Jahren von den Klettersteigsets gewöhnt ist. Die Klemme von Skylotec ist für einen Seildurchmesser von 11 bis 16 mm konzipiert. 

Am Set befindet sich auch ein Durchmesser-Indikator. Aber natürlich gibt es Stahlseile auf Klettersteigen, die dicker oder dünner sind, da es dafür (noch) keine Norm gibt. Von daher wäre es sinnvoll, immer eine vorbereitete Bandschlinge dabeizuhaben.

Den Artikel mit dem aktuellsten Klettersteig-Set-Test von ALPIN (aus dem Jahr 2018) findet ihr hier.

Die Ergebnisse der einzelnen Sets findet Ihr gleich hier in dieser Slideshow zum Durchklicken:

Text von Olaf Perwitzschky

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