Welche Handys sind wintertauglich? Wie ist die Akku-Laufzeit von Smartphones bei Kälte? Besonders Handys von Apple sind von Problemen hinsichtlich der Akku-Laufzeit bei Kälte betroffen. Olaf gibt nützliche Tipps.

Frage von B. Stöckle, per Mail: Was mir Sorgen bereitet, sind Apple-Handys. Ich selbst hatte schon den Fall, dass mein 6s bei minus 2 Grad und 81 Prozent Akku selbstständig heruntergefahren ist und sich erst zu Hause am Ladegerät wieder einschalten ließ.

Andere Bergkameraden haben Ähnliches zu berichten. Mal ein 5S bei 69 Prozent Akku und plus 2 Grad usw.

Was, wenn Hilfe benötigt wird? Wer sicher sein will, kann anscheinend kein Apple- Handy mit in die Berge nehmen. Selbst im Skigebiet muss die Bergwacht dann wieder über Liftstationen alarmiert werden. Tourengänger und Schneeschuhläufer besorgen sich wohl besser andere Geräte?!

Antwort von Olaf: Das Problem ist bekannt und besonders Apple ist davon betroffen. Unser Technik- Experten Peter Stelzel-Morawietz weiß Rat:

"Die Akkuprobleme bei den verschiedenen iPhone-Modellen sind vielschichtig, dazu zählt auch das plötzliche Ausschalten schon bei moderater Kälte. Kurzfristig, beispielsweise für einen Notruf, hilft es, am iPhone abwechselnd und schnell für rund 30 Sekunden den Home-Button und die Ein-/ Aus-Taste zu drücken. Dadurch wird der Akku belastet und warm, das Gerät lässt sich danach wieder normal einschalten und verwenden.

Eventuell hilft der Austausch des Akkus, was allerdings nicht günstig ist.

Wie es um den Akku Ihres Telefons bestellt ist, testen Sie mit der kostenlosen App "Battery Life" aus dem Appstore. Bei weniger als 70 Prozent lohnt der Wechsel auf jeden Fall. 

Was auf jeden Fall hilft (bei allen Geräten mit Akku): Handy in einer Innentasche tragen und nicht im Rucksack. Ein Handy mit einem guten Akku auswählen und bei Kälte schon mal per se in den Stromsparmodus schalten. 

Hier findet Ihr sechs Notrufsysteme im Vergleich:

Wenn das Handy vor allem auch für den alpinen Bereich dienen soll und da auch als Notfallhandy: kein Apple-Handy nehmen, sondern andere Hersteller. Es gibt inzwischen Handys mit Akkus mit 4000 mAh. Und dann hilft natürlich im Zweifelsfalle eine Powerbank, die man sich wirklich nur für den Notfall in den Rucksack packen kann."

Mehr Fragen von Lesern und Usern sowie die Antworten von Olaf findet Ihr unter: alpin.de/olaf

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Eure Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Eure Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

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Text von Olaf Perwitzschky

1 Kommentar

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mo6451

Eine Powerbank ist unverzichtbar, vor allem, wenn der Track aufgezeichnet wird. Ich trage beides in einer separaten Tasche am Rucksackriemen. Damit habe ich keine Schwierigkeiten mit der Stromversorgung, zumal der Akku die gleiche Größe wie das Handy hat und mindestens 53 Stunden zusätzliche Power bringt. Der Sicherheit zuliebe sollte das zusätzliche Gewicht kein problem sein, lieber was Anderes zuhause lassen.