Die optimale Bindungseinstellung ist gar nicht so einfach, wenn man sich einen neue Skischuh zulegt und die Sohlenlänge genau zwischen zwei Bindungsgrößen liegt.

Frage von Peter aus Düsseldorf: Ich habe die Fritschi Eagle 12, mit der ich auch sehr zufrieden bin. Nun habe ich mir kürzlich einen neuen Semi-Maßschuh gekauft und stelle erschrocken fest, dass die Sohlenlänge deutlich kürzer ist als die von meinem alten Schuh.

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Und zwar so kurz (322 mm), dass die XL nicht mehr einstellbar ist und ich auf eine ML wechseln müsste. Weißt du, ob das einfach so geht? Ist das ein großer Aufwand und kann das jeder Fachhändler schnell lösen?

Antwort von Olaf: Ein typisches Problem, das viele Tourengeher haben, die bei Bindungsgrößen zwischen zwei Längen liegen. Und wir übrigens manchmal auch beim Skitest.

Die Diamir Eagle 12 ML ist von 285 bis 340 mm einstellbar, die XL von 330 bis 365 mm. Ich kann aber kaum glauben, dass du vorher eine Sohlenlänge von knapp 340 hattest und jetzt 322.

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Der Unterschied wäre schon immens. Mein Schuh mit der längsten Sohle (Free ride, Wechselsohle) hat 336 mm, mein Schuh mit der kürzesten Sohlenlänge hat 326 mm.

Sprich, ich würde immer die ML-Länge bei der Bindung wählen. Ich befürchte, da hat dir ein Händler eine für dich nicht optimale Bindung verkauft.

Ein Blick auf den Charakter des Schuhs und das Modell sowie die echte Schuhgröße sollte klären, welches die richtige Bindungslänge für dich wäre.

Ich würde versuchen, die Bindung bei deinem Händler (gegen einen Aufpreis?) einzutauschen. Dann muss sie aber komplett neu gebohrt werden.

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Eure Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Eure Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!". 

Text von Olaf Perwitzschky

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