Schmaler Ski und für kürzere Schwünge? Welcher Ski eignet sich in diesem Fall am besten? Olaf klärt das schon.

Matthias, per E-Mail:

Ich bin 42 Jahre und fahre seit 37 Jahren Ski, eher traditionell mit wenig Abstand zwischen den Ski. Eigentlich will ich eher einen schmaleren Ski, jedoch mein Kumpel fährt einen breiten und schwärmt davon. Ich gehe meistens so Touren um die 1100 Hm, die Abfahrt ist mir wichtig. Ich mag auch gerne kurze Schwünge.

Gesucht: Schmale Ski für kurze Schwünge.

Gesucht: Schmale Ski für kurze Schwünge.

| © Imago / Mühlanger

Antwort von Olaf:

Ich würde sagen, dass bis zu einer bestimmten Breite (ca. 100 mm) eine schmale Skiführung kein Problem ist. Nach deinen Ausführungen würde ich auf eine Breite zwischen 90 und 95 mm gehen. Bei Stöckli wäre das dann der Stormrider 95. 

Eine Alternative (ähnlich teuer) wäre der Völkl BMT 90, der echt ein toller Allrounder ist und deutlich leichter als der Stöckli. Sicherlich auch noch interessant für dich könnten der Blizzard Zero G 95 und der K2 Wayback 96 sein – oder, wenn du eher einen etwas schmaleren willst, auch der Wayback 88.

Mehr Fragen von Lesern und Usern sowie die Antworten von Olaf findet Ihr unter: alpin.de/olaf.

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Olaf ist ALPIN-Testredakteur & staatl. gepr. Bergführer. Er versucht, für Euch auch auf die kniffeligsten Fragen die richtige Antwort zu finden.

Unseren aktuellen Tourenski-Test findet ihr in ALPIN 12/2020, den Test von 2019 hier:

2 Kommentare

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Olaf Perwitzschky

Hallo Sylke,

so wie es klingt, bis du ja super unterwegs und hast auch keine Probleme mit der Höhe – solange es auf einer Seite runter geht.
Was ist der Unterschied auf Graten? Nun es geht auf beiden Seiten runter und – ganz wichtig – man hat manchmal (je nach Grat oftmals) nichts, an dem man sich festhalten kann (zumindest nicht, solange man aufrecht geht). Ich denke, das ist es, was dir Probleme bereitet. Solange du eine Hand am Fels hast, ist alles gut …
Wie kann man das üben? Indem man sich herantastet. Suche dir Touren aus, die so sind, dass sie für dich noch ganz gut gehen, aber schon etwas Überwindung kosten. Das steigerst du, sobald du dich da etwas sicherer fühlst. Dabei ist die Auswahl der Touren bzw. die richtigen Touren zu finden sicherlich die Hauptproblematik. Da muss du dich mal durch diverse Führer/Foren wühlen. Und halte dir immer die Option offen, umzukehren, und zwar rechtzeitig. Und zwar wirklich als Option, dass ist dann kein "Versagen". Du gehst so weit, wie du dich wohl fühlst, wird es dir zu ausgesetzt, drehst du um. Das verankerst du wirklich bei deiner Tourenplanung. Dann hast du weniger Respekt (Angst) vor der Tour und gehst sie "lockerer" an, weil du ja weißt: ich kann auch umkehren ….
Was auch helfen kann: Geh Klettersteige, die auf Graten entlangführen. Da gibt es ja einige. Da bist du durchgehend gesichert und kannst dich gut an das Gefühl "es geht auf beiden Seiten runter" gewöhnen. Mögliche Touren: Mittenwalder Höhenweg, Innsbrucker Klettersteig, Hindelanger Höhenweg …
Viel Erfolg!

Olaf

sylke62

Hallo Olaf,
ich bin eine erfahrene leidenschaftliche Alpinistin und habe mich im Laufe der Jahre immer mehr verbessert. Mittlerweile liebe ich Touren mit Stellen UIAA II und letzten Sommer habe ich mich erfolgreich an eine T5-Tour gewagt.
Allerdings wähle ich nur Touren aus, bei der die Schlüsselstellen Wände und Rinnen sind, gerne auch ausgesetzt.
Denn ich einen riesengroßen Respekt vor Touren mit ausgesetzten Gratverläufen, also schmale alpine Grate und auf beiden Seiten geht’s ordentlich runter. Um es deutlich zu sagen, (noch) trau ich mich gar nicht in so ein Gelände. Aber ich möchte es lernen.
Meine Frage: Wie kann ich das denn am besten trainieren? Wie kann ich meinen Respekt davor verlieren und auch dieses Gelände sicher beherrschen?
Viele Grüße,
Sylke