Alexander Megos gilt schon länger als einer der besten Sportkletterern der Welt. Dass der 22-Jährige Mittelfranke sein persönliches Limit aber längst noch nicht erreicht zu haben scheint, zeigt sein neuerster Streich im Frankenjura.

Mit der Erstbegehung von "Supernova" am "Planetarium" im Unteren Püttlachtal schreibt Alexander Megos ein neues Kapitel Klettergeschichte in seinem Heimatgebiet.

Wird die von Megos vorgeschlagene Bewertung von 9a+/b bestätigt, handelt es sich dabei nicht nur um die derzeit schwierigste Route im Frankenjura, sondern in ganz Mitteleuropa.

Die Linie, ein Projekt von Kletterer Joshua Schulz aus dem Jahr 2012 , forderte dem 22-Jährigen sein ganzes Können ab. Nach fünf Tagen harter Arbeit und mehr als 15 Versuchen gelang Megos schließlich der Durchstieg.

Dabei hatte sein Trainer Patrick Matros vorübergehend selbst nicht mehr an einen Erfolg seines Schützlings geglaubt, wie er gegenüber frankenjura.com zugab:

"Beim Sichern sah es so aus, als ob es ihn am Schlüsselzug fast zerreißt: Der Durchstieg war sicher kein Spaziergang, selbst für Alex nicht! Nur zum Vergleich: die Frankenjura-Toproute 'The man that follows Hell' (9a/+), konnte Alex innerhalb von nicht einmal zwei Stunden klettern."

Alexander Megos gab sich deutlich entspannter: "Eine Wahnsinns-Linie! Die Route hängt auf 18 Meter Wandhöhe mehr als sechs Meter über und hat sehr interessante Griffstrukturen. Und in diesem Grad nicht selbstverständlich: Sie ist komplett natürlich, also ohne gebohrte oder geklebte Manipulationen."

0 Kommentare

Kommentar schreiben