Was der Mount Everest im Himalaja, ist der Eiger in den Alpen: Ein Berg für immer neue Rekorde. Michi Wohlleben und sein französischer Partner Julien Irilli hätten am 14. April beinahe eine neue Team-Bestzeit für die Heckmair-Route hingelegt.

Fünf Stunden und fünf Minuten, so die Zeit, die beide Profialpinisten laut einem Post von Michi Wohlleben auf seiner Facebook-Seite für die Durchsteigung der Eiger-Nordwand auf der klassischen Heckmair-Route benötigt haben.

Damit wäre dem deutsch-französischen Duo - nach Roger Schäli / Simon Gietl 2011 (04:25) und Ueli Steck / Bruno Schläppi 2010 (05:03) - die insgesamt drittschnellste Begehung gelungen.

Starke Leistung
Michi Wohlleben und Julien Irilli (re.) nach dem Durchstieg der Eiger-Nordwand am 14. April 2015. | © Michi Wohlleben

Dabei hatten Irilli und Wohlleben am 14. April mit einigen Problemen zu kämpfen gehabt. Zunächst kostetet ein Verhauer im unteren Teil der Wand der Seilschaft ein paar Minuten, wenig später - im Schwierigen Riss - löste sich bei Wohlleben eines der Steigeisen vom Stiefel.

Der 25-Jährige schaffte es, die Passage mit nur einem Steigeisen zu Ende zu klettern, benötigte dann aber Zeit, um die selbgebastelte Bindung neu einszustellen.

Irilli und Wohlleben liesen sich von den beiden Zwischenfällen nicht weiter aus dem Konzept bringen. Nach eigenen Angaben stand Wohlleben dann nach 4:59:53 als Seilschaftserster auf dem Gipfel des Eiger (3907m). Ein neuer Rekord wäre von vornherein nicht geplant gewesen, so der gebürtige Künzelsauer.

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