Drei Personen werden noch vermisst

Mindestens 26 Tote nach Lawinenunglück im Himalaya

Nach einem Lawinenunglück in der Gangotri-Gruppe im westlichen Garhwal-Himalaya wurden bislang zehn Todesopfer geborgen. Weitere 18 Personen, alle Teilnehmer:innen eines geführten Ausbildungskurses, gelten laut Angaben der lokalen Behörden noch als vermisst.

Zehn Tote nach Lawinenunglück im Himalaya.
© IMAGO / agefotostock

Update zum Lawinenunglück im Himalaya vom 10.10.2022

Nach dem Lawinenunglück im Garhwal-Himalaya ist die Zahl der Toten auf mindestens 26 gestiegen, nach drei Personen wird noch immer gesucht. Dies teilte der indische Katastrophenschutz am Wochenende mit. Die Bergungsarbeiten am Unfallort, dem Gipfel des Draupadi Ka Danda II, dauern weiter an. Schlechtes Wetter führte zu erschwerten Bedingungen.

<p>Lawinenunglück im Himalaya</p>

Lawinenunglück im Himalaya

© Katastrophenschutz Indien

Unsere ursprüngliche Meldung zum Lawinenunglück im Himalaya vom 06.10.

Die Lawine hatte den Ausbildungskurs vergangenen Dienstag auf einer Höhe von mehr als 5000 Metern erfasst. Die Gruppe befand sich wohl bereits im Abstieg. Nayab Subedar Anil Kumar, der Leiter des Teams, äußerte gegenüber einem lokalen TV-Sender, dass die Mehrheit der insgesamt 42 Bergsteiger:innen in einer Gletscherspalte Schutz gesucht hatte.

Die Expeditionsgruppe aus 40 Personen wurde laut Aussage des örtlichen Polizeichefs am Dienstag (4.10.22) auf einem Gipfel in der Gangotri-Gruppe von einer Lawine mitgerissen. Lediglich 14 Bergsteiger:innen konnten gerettet werden. Die Rettung, u. a. durch das indische Militär-Rettungsteam, ist noch in vollem Gange.

Bekannte indische Höhenbergsteigerin unter den Opfern

Ebenso sind zwei Hubschrauber der indischen Luftwaffe an der Rettungsaktion beteiligt. Unter den bisher Geborgenen ist wohl auch die bekannte indische Bergsteigerin Savita Kanswal. Sie bestieg im Frühjahr in nur 16 Tagen sowohl den Mount Everest als auch den nahegelegenen Makalu, ein Rekord. Kanswal war Ausbilderin des Lehrgangs.

Mehrere Lawinen am Manaslu

Erst vor wenigen Tagen kam es zu tragischen Lawinenunglücken am Manaslu (8163 m) im nepalesischen Teil des Himalaya. Die bekannte US-Skibergsteigerin Hilaree Nelson verunglückte tödlich. Die 49-Jährige wurde bei der Abfahrt mit Lebenspartner Jim Morrison von einer Lawine mitgerissen. Nach intensiver Suche konnte sie zwei Tage später nur noch tot geborgen und in die Hauptstadt Kathmandu ausgeflogen werden. Am Sonntag wurde Nelson nach nepalesischer Tradition vor Ort beigesetzt. Bei der Zeremonie waren Familienangehörige, Freunde und Regierungsvertreter anwesend. 

Das Basislager am Himalaya-Achttausender Manaslu wurde ebenfalls von einer Lawine getroffen. Bei dem auf einem Video festgehaltenen Lawinenabgang wurden rund 30 Zelte zerstört, aber keine Personen verschüttet. Der deutsche Höhenbergsteiger Ralf Dujmovits brach seine Besteigung erfolglos ab. Der Sherpa Dawa Chhiring starb beim Abstieg in einer Lawine.

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