Wanderwege großräumig gesperrt

G7-Gipfel: Darauf müssen sich Bergsportler:innen einstellen

Vom 26.-28. Juni treffen sich zum zweiten Mal die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder auf Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Bereits seit Anfang Juni sind einige Parkplätze, Berghütten und Wege nicht mehr zugänglich. Wir haben die wichtigsten Infos für euch zusammengefasst.

Der G7 Gipfel in Schloss Elmau beginnt.
© picture alliance/dpa | Angelika Warmuth

Nicht nur der Verkehr, auch Busfahrpläne enthalten vorübergehende Änderungen. Seit dem 19. Juni wurde der Tagungsort Elmau großräumig abgeriegelt. Ein großer Bereich wurde etwa durch einen Zaun gesperrt, der Zutritt ist auf vielen Wegen verboten. Der Wanderparkplatz in Elmau wurde bereits im im April gesperrt, damit Hubschrauber starten und landen können. Auch der Zugspitz-Ultratrail wurde verschoben.

Ab dem 23. Juni gilt in Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald ein Verbot für den Durchgangsverkehr. Einwohner:innen dürfen mit einem entsprechenden Nachweis in die Sperrzone. Grenzkontrollen finden zwischen dem 13. Juni bis 3. Juli statt.

"Wer sich Unannehmlichkeiten ersparen will und flexibel ist, sollte von nicht notwendigen Reisen in das betroffene Gebiet rund um das Gipfeltreffen absehen," so der ADAC.

Einschränkungen bei Wanderungen rund um Schloss Elmau

  • Der Aufstieg auf das Schachenhaus von Elmau ist nicht möglich, alle anderen Aufstiege sind frei.

  • Die Meilerhütte ist zum Zeitraum des Gipfels nicht zugänglich.

  • Touren auf die Zugspitze sind grundsätzlich möglich, nur der Startpunkt am Olympia Skistadion ist gesperrt; auch die Fahrten mit Zahnradbahn (Start: Bayerische Zugspitz Bahn) und Gondel sind möglich.

  • Die Partnachklamm ist ab dem 24. Juni gesperrt, die Höllentalklamm bleibt offen und begehbar.

Drachen-, Gleitschirm- oder Segelfliegende sind vom 26. bis 28. Juni in einem Radius von 56 Kilometern rund um Schloss Elmau tabu. Die Bayerische Polizei rät dringend dazu, sich vor Reiseantritt tagesaktuell zu informieren und sich gegebenenfalls eine Alternative zu überlegen.

Parksituation

Im Zeitraum des Gipfels sind viele Parkplätze um das Areal eingeschränkt nutzbar oder gesperrt. Folgende Parkplätze sind betroffen:

  • Wanderparkplatz Elmau (seit April bis Anfang Juli)

  • Wanderparkplatz Klais

  • Parkplatz Rabenkopflift in Oberau

  • Wankbahnparkplatz

  • Wanderparkplatz B23 Griesen

  • Ochsenhütte Parkplatz B2, Mittenwald Süd

Eingeschränkte Parkmöglichkeiten gibt es hier:

  • Parkplatz Bay. Zugspitzbahn in Garmisch Partenkirchen: vom 14. Juni bis 29. Juni

  • Parkplatz Seefeld Rosshütte (AT): vom 7. Juni bis 4. Juli

Verkehrslage

Viele Bus- und Bahnlinien verkehren ab dem 19. Juni eingeschränkt. Vom 25. bis 29. Juni fahren zwischen Garmisch-Partenkrichen und Mittenwald keine Züge mehr. Es soll aber Schienenersatzverkehr geben. 

Die G7 Politiker:innen werden per Helikopter nach Elmau geflogen. Sollte dies wegen schlechtem Wetter nicht möglich sein, wird zeitweise die gesamte Strecke vom Flughafen München bis Elmau gesperrt. Betroffen wären dann die A9, die A99, A95 und B2, eventuell auch die Routen Richtung Kesselberg/Walchensee. 

Auch an der Grenze zu Tirol oder von Tirol aus kommend werden Fahrzeuge kontrolliert und weiträumig umgeleitet. Die Grenzübergänge Griesen/Ehrwald (Fernpass) und Mittenwald/Scharnitz sollten zu dieser Zeit gemieden werden. Beim letzten G7 Gipfel betraf dies auch die Grenzübergänge Tegernsee/Achensee und Plansee/Reutte. Weitere aktuelle Infos findet man beim ADAC.

Infotelefon der Polizei

Um Fragen im Zusammenhang mit dem Gipfel zu klären, hat die bayerische Polizei ein Infotelefon eingerichtet. Die kostenfreie Rufnummer 0800 776 63 30 steht montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr zur Verfügung. E-Mail-Anfragen sind möglich unter: g7.buergerinfo@polizei.bayern.de. Zudem ist die Bayerische Polizei in Bürgerbüros und Infomobilen seit 16. Mai (montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) im Landkreis Garmisch-Partenkirchen persönlich ansprechbar.

G7-Gipfel: Warum Schloss Elmau?

Nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes besteht am Rande des Gipfels die Gefahr terroristischer Anschläge. Auch 2022 fiel die Wahl auf Schloss Elmau, weil der Ort laut Regierungsangaben alle logistischen und sicherheitstechnischen Anforderungen erfülle. 2015 waren zeitweise über 18.000 Beamte im Einsatz. Ähnlich hoch dürfte die Zahl auch dieses Mal sein.

<p>Das Luxushotel Schloss Elmau, auf dem der G7-Gipfel stattfinden wird.</p>

Das Luxushotel Schloss Elmau, auf dem der G7-Gipfel stattfinden wird.

© IMAGO / Peter Widmann

G7-Gipfel: Demonstrationen erwartet

Die bayerische Polizei rechnet mit Demonstrationen, unter anderem von autonomen Gruppen, aber auch aus dem Bereich der Querdenker, von Reichsbürgern und von verfassungsfeindlichen Organisationen. Wie schon 2015 wird es wieder kurzfristig angekündigt Straßensperren, Personenkontrollen, Zutrittsverbote und Ähnliches geben.

Angekündigt sind bereits eine Protestveranstaltung mit bis zu 20.000 Teilnehmenden aus dem In- und Ausland am 25. Juni in München (voraussichtlich auf der Theresienwiese) sowie ein Sternmarsch zum Tagungsort der Staats- und Regierungschefs. Aber auch Versammlungen in Klais, Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen wird es geben. Mehr Informationen hierzu gibt es auf der Homepage des G7-Gipfels und der Homepage der Gipfelgegner

Nicht so ernst wie den G7-Gipfel sollte man unsere Galerie der lustigsten Wandercartoons nehmen

5 Kommentare

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Elisabeth auf Facebook

Frage mich auch warum dort?? Stand am WE jeweils 1 Std. In den Kontrollen Mittenwald/ Scharnitz…. Geht doch einfach auf eine Insel per Helikopter ?? ein- uns ausgeflogen!! Das nervt und kostet soviel Geld

Karsten auf Facebook

Würden diejenigen, die sich dort treffen alles zum Wohl ihrer Mitmenschen tun - brauchten sie nicht so viel Angst zu haben.

Nadine auf Facebook

Helikopter? bzw. alle Straßen vom Airport nach Elmau sperren?
Man könnt ja wieder glatt meinen, man ist beim Postillion..

Raul auf Facebook

Halb so wild, gibt für die kurze Zeit auch andere Ziele.

Mo auf Facebook

Mir fehlt mehr und mehr das Verständnis. Moment. Das hatte ich von Anfang an nicht. Hier wird ein Haufen Geld rausgepulvert, was in der aktuellen Situation woanders besser eingesetzt wäre. Aber auch losgelöst davon, wird hier ein ganzer Landkreis beinahe lahmgelegt. Für was?! Wird es da irgendwelche weiterreichende Entscheidung geben?! Ich glaube nicht.
Kann man da nicht besser MS Teams nutzen?