Es geht los am Everest: Die ersten Expeditionen zum Gipfel waren erfolgreich. Die 48-Jährige Nepalesin Lhakpa Sherpa bestieg das Dach der Welt zum zehnten Mal – sie will ein Zeichen setzen für weibliches Höhenbergsteigen. Der Berg forderte die ersten Todesopfer.

Die 48-jährige Lhakpa Sherpa stand am 12. Mai 2022 zum zehnten Mal auf dem Gipfel des höchsten Bergs der Welt. Wie Stefan Nestler auf abenteuer-berg.de schreibt, erreichte sie mit der Unterstützung von Flaschensauerstoff den Gipfel auf 8849 Metern. Sherpa hält damit den weltweiten Rekord der Frauen am Everest.

Lhakpa Sherpa vor einigen Jahren am Gipfel des Mount Everest.

Lhakpa Sherpa vor einigen Jahren am Gipfel des Mount Everest.

| © Lhakpa Sherpa/ Facebook

Ihre zentrale Motivation ist es, so die Nepalesin auf Facebook, junge Frauen zu ermutigen und sie zu motivieren, am Berg über sich hinauszuwachsen. Sie bestieg den Berg über die Südseite (Nepal). 

Zum ersten Mal mit 26 auf dem Mount Everest

2000 gelang der damals 26-Jährige mit einer nepalesischen Frauen-Expedition ihr erster Gipfelerfolg. Sie selbst leitete die Expedition. Eine Sensation! Schließlich war sie die erste Nepalesin, die es zum Gipfel schaffte und wieder gesund abstieg. Seither bestieg sie den Gipfel noch weitere acht Mal, jedoch über die tibetische Nordseite.

 2023 will die zweifache Mutter, die in den USA lebt, den K2 besteigen. Bereits 2010 hatte sie sich laut Nestler an den zweithöchsten Berg der Erde gewagt, musste jedoch umkehren. Laut Informationen von Stefan Nestler kam die erste Nepalesin auf dem Gipfel des Everest 1993 beim Abstieg ums Leben.

Erfolg kommerzieller Teams

Mehrere kommerzielle Teams feierten gestern – ebenfalls mit Flaschensauerstoff – den Gipfelerfolg. Laut Nestler gelang acht Mitgliedern der schwarzen "Full Circle Everest“-Expedition der Aufstieg.

Antonina Samoilova, die einzige Ukrainerin unter den 317 errteilten Permits, verband die Besteigung mit einer politischen Mission. Die 33-Jährige hisste am Gipfel die ukrainische Flagge.

Bislang drei Todesfälle am Mount Everest

Doch nicht alle konnten den Gipfelerfolg feiern: Ein 32-jähriger Bergführer aus Nepal starb in einem Krankenhaus in Kathmandu infolge seiner Höhenkrankhei, wie Stefan Nestler berichtet. Wenige Tage zuvor starb ein 55-jähriger Russe auf rund 6100 Metern – Nestler zufolge ebenfalls an der Höhenkrankheit. Bereits im April kam ein Sherpa im Khumbu-Eisbruch ums Leben.

Über Freud und Leid am Mount Everest lest ihr in unserer Bildergalerie:

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