Zwei Wanderer fanden am Donnerstag gegen 18:30 Uhr im Bereich östlich der Martinswand nordwestlich von Innsbruck in unwegsamen Gelände ein Zelt mit einer skelettierten männlichen Leiche. Die Leiche konnte nach Polizeiangaben jetzt identifiziert werden.

Update 11.05.2022: Die aus unwegsamen Gelände geborgene Leiche wurde identifiziert: es handelte sich um einen 1963 geborenen Mann, der schon vor mehreren Jahren im ausgesetzten Gelände verstorben sein dürfte. Der Mann hatte den Kontakt zu seinen Angehörigen abgebrochen, weshalb ihn niemand als vermisst gemeldet hat.

Vor ein paar Jahren ereignete sich laut der Bergrettung Innsbruck ein ähnlicher Fund am Achselkopf, ein Stück weiter östlich. Damals wurde eine Kohlenmonoxidvergiftung durch den Gaskocher im Zelt als Todesursache ermittelt.

Den ursprünglichen Bericht vom 26.04.2022 lest ihr nachfolgend:

Zwei Wanderer fanden am Donnerstag gegen 18:30 Uhr im Bereich östlich der Martinswand nordwestlich von Innsbruck in unwegsamen Gelände ein Zelt mit skelettierten männlichen Überresten. Nachdem die Polizei Spuren am Tatort sichergestellt hatte, wurde die Leiche am Freitagvormittag mit einem Polizeihubschrauber geborgen.

Leichenfund bei Innsbruck: Toter war wohl Kletterer

Nach dem Fund einer skelettierten Leiche im Bereich der Martinswand in Tirol geht die Polizei davon aus, dass es sich bei dem Toten im Zelt um einen Kletterer handelt. Der Mann habe Kletteruntensilien bei sich gehabt, teilte die Polizei mit.

Nicht geklärt ist die Identität des Toten. Nun werde versucht mittels DNA-Abgleichs die Identität des Mannes zu klären, ließ ein Polizeisprecher laut österreichischen Medien mitteilen. Unklar ist darüber hinaus, wie lange die Leiche in dem Zelt lag. Auch die Frage nach der Todesursache wurde noch nicht beantwortet. Die Obduktion wurde am Freitag durchgeführt.

Die Martinswand: Beliebte Kletterwand bei Innsbruck

Die markante Martinswand (etwa 1200 Meter noch) bildet den südwestlichen Abschluss des Hechenbergs in der Marktgemeinde Zirl nahe Innsbruck. Die Wand ist der etwa 600 Meter freie Abbruch des Kleinen Wandkopfs (1346 Meter). Sie ist ein Naturschutzgebiet, aber auch ein beliebt bei Kletterfans.

2 Kommentare

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Ruth lynen

Immer mit gott gehen und auf ihn vertrauen!!!

Achim

Traurig das der mann nicht als abgänig gemeldet wurde. Jetzt kann er wenigstens beigesetzt werden. RIP