Am ersten Wochenende im Jahr 2022 war viel los in den Bergen – auch bei der Bergwacht.

Bad Reichenhall: Einsatz am Hochstaufen

Am Sonntag rettete die Bergwacht zwei Wanderer am Hochstaufen per Rettungshubschrauber. Eine 56-jährige Münchnerin und ihr gleichaltriger Begleiter waren beim Aufstieg über den Steinernen-Jäger-Steig nicht mehr weitergekommen.

Am Hochstaufen war die Bergwacht diesen Winter häufig im Einsatz.

Am Hochstaufen war die Bergwacht diesen Winter häufig im Einsatz.

| © BRK/BGL

Die Münchnerin traute sich den Abstieg über ein steiles Schneefeld in rund 1.500 Metern Höhe aufgrund von Erschöpfung und einer vergangenen Verletzung nicht mehr zu, so die Bergwacht. 

Weitere Wanderer waren ebenfalls am Jägersteig unterwegs, konnten aber selbstständig absteigen. Die Rettung war der vierte Einsatz am Hochstaufen seit Ende Dezember.

Spitzingsee: Rettungseinsatz am Brecherspitz-Grat

Keinen entspannten Silvesterabend hatten die Einsatzkräfte der Bergwacht Schliersee. Am späten Nachmittag ging ein Notruf zweier junger Frauen aus dem Großraum München ein. Laut Bergwacht waren die beiden um etwa 14 Uhr vom Taubensteinparkplatz zum Brecherspitz aufgebrochen.

An der Schlüsselstelle des vereisten Westgrats trauten sich die beiden Frauen, die ohne Stirnlampen unterwegs waren, nicht mehr weiter.

Durch eine fliegerische Meisterleistung unter schwierigsten Wind- und Sichtverhältnissen konnten beide Frauen mittels Seilwinde aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

Durch eine fliegerische Meisterleistung unter schwierigsten Wind- und Sichtverhältnissen konnten beide Frauen mittels Seilwinde aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

| © Bergwacht Schliersee

Kompliziertes Rettungsmanöver aus der Luft

Um eine Gefährdung der Einsatzkräfte auszuschließen, entschied sich der Einsatzleiter für eine Rettung aus der Luft. Aufgrund eines vorangegangenen Einsatzes am Wallberg war glücklicherweise ein nachtflugtauglicher Rettungshubschrauber verfügbar.

Die Feuerwehr Schliersee wurde zur Ausleuchtung des Parkplatzes alarmiert. Sie rückte mit 15 Personen und mehreren Fahrzeugen an. Ein Polizeihubschrauber begleitete die Rettung zur Ausleuchtung der Einsatzstelle. Darüber hinaus warteten sechs Einsatzkräfte an der Unteren Firstalm, falls die schwierige Rettung aus der Luft scheitern sollte.

"Durch eine fliegerische Meisterleistung unter schwierigsten Wind- und Sichtverhältnissen“ konnten die beiden Frauen mittels einer Seilwinde vom Grat gerettet werden, so die Bergwacht. Die Rettung konnte gegen 20 Uhr beendet werden.

Richtige Ausrüstung essentiell

Die Bergwacht mahnte an, bei Bergtouren in der dunklen Jahreszeit nur mit vollständiger Ausrüstung aufzubrechen. Dazu gehören besonders wetterfeste Kleidung, passende Schuhe, Biwaksack, Erste-Hilfe-Set und eine Stirnlampe.

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