In Oberstdorf ist die neue Nebelhornbahn mit einem kleinen Festakt offiziell eröffnet worden.

In Betrieb genommen wurde die neue Nebelhornbahn bereits im Mai dieses Jahres, offiziell eröffnet - noch dazu mit geistlichem Segen - wurde die moderne Kabinenbahn allerdings erst jetzt: Zu dem Festakt am 16. September waren unter anderem auch der bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder sowie der Augsburger Bischof Bertram Meier geladen. 

Neue Nebelhornbahn offiziell eröffnet

Statt mit zwei großer Gondeln werden die Gäste jetzt mit mehreren Kabinen befördert.

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Rund 55 Millionen Euro hat sich die Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen AG das Prestigeprojekt kosten lassen, der Freistaat Bayern steuerte 11 Millionen bei. 

Die Investition hat sich, so ist sich Bergbahn-Vorstand Johannes Krieg sicher, gelohnt: "Wir befinden uns mit der neuen Bahn auf dem modernsten Stand der Technik. Das bedeutet, dass wir mit der neuen 10er-Kabinenbahn die langen Spannfelder der alten Bahn überbrücken konnten ohne, dass wir dabei mehr Stützen errichten mussten. Weiter können wir mit den neuen Pininfarina Kabinen eine extreme Qualitätsverbesserung für den Gast bereit stellen."

Neue Nebelhornbahn offiziell eröffnet

Bieten viel Platz und eine tolle Aussicht: die neuen barrierefreien 10er-Kabinen.

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Statt wie bisher 600 können nun doppelt so viele Personen pro Stunde auf 1.932 Meter Höhe zur Bergstation Höfatsblick befördert werden, und das ohne Unterbrechung; denn der Umstieg an der Mittelstation Seealpe entfällt. Dies trägt auch zu einer wesentlichen Verkürzung der Wartezeiten bei, sind sich die Betreiber sicher. 

Neue Nebelhornbahn offiziell eröffnet

Viel Glas und Holz: die neue Talstation der Nebelhornbahn.

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"Neben der Technik standen aber noch zwei weitere Themen im Fokus: Ökologisches Handeln und Nachhaltigkeit. Ob heimische Lieferanten, ökologische Baubegleitung oder regionale Baustoffe. Wir freuen uns, mit dem Bau der neuen Nebelhornbahn auch bei diesen Themen Maßstäbe gesetzt zu haben", so Johannes Krieg.

Ganz reibungslos startete die höchste Bergbahn im Allgäu allerdings nicht in eine neue Ära. Nach der ersten Inbetriebnahme hatten sich Anwohner über ein lautes surrendes Geräusch beschwert. Laut einem Sprecher der Bergbahnen Oberstdorf Kleinwalsertal habe man inzwischen etliche Bauteile ausgetausch, um die Lautstärke zu reduzieren. Bis das Problem behoben ist, wird die Bahn daher nur mit gedrosselter Geschwindigkeit fahren. 

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