Der seit letztem Herbst vermisste Bergsportler wurde tot unterhalb der Mittelspitze entdeckt.

Im Fall eines seit Oktober vergangenen Jahres vermissten 21-Jährigen herrscht nun traurige Gewissheit.

Der Mann aus Untermeitingen im Landkreis Augsburg war am Freitag, den 09. Oktober, zu einer Tour auf den Watzmann aufgebrochen und nicht zurückgekehrt.

Mehrere Tage suchte ein Großaufgebot vergeblich nach dem jungen Mann. Die Suche wurde Mitte Oktober ergebnislos eingestellt.

Leichnam des 21-Jährigen unterhalb der Watzmann-Mittelspitze gefunden

Am Samstagnachmittag entdeckte ein Bergsteiger in der oberen Wiederroute in rund 2.600 Metern Höhe unterhalb der Watzmann-Mittelspitze den seit über acht Monaten vermissten und 21-jährigen Trailrunner. 

Als gegen 15 Uhr der Notruf des Bergsteigers über eine regungslose Person in der Kleinen Ostwand einging, alarmierte die Leitstelle Traunstein die örtlich zuständige Bergwacht Ramsau; beim Rückruf durch den Einsatzleiter war der Anrufer bereits durch das anspruchsvolle und stellenweise schneebedeckte Gelände abgestiegen, um Erste Hilfe zu leisten, musste dann aber feststellen, dass der Verunglückte sicher tot war.

Nun ist es traurige Gewissheit: Ein Bergsteiger hat am Samstagnachmittag in der oberen Wiederroute in rund 2.600 Metern...

Gepostet von BRK Kreisverband Berchtesgadener Land am Sonntag, 13. Juni 2021

Die Besatzung des Polizeihubschraubers "Edelweiß 6", die bereits wegen eines tödlichen Kletterunfalls in der Untersberg-Südwand am Berchtesgadener Hochthron in der Region war, flog weiter nach Ramsau, nahm dort eine Bergretterin und einen Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) auf, setzte beide mit der Winde an der Unglückstelle ab, wobei der Polizist den Unfall aufnahm und mit der Bergretterin den Verstorbenen für den Abtransport vorbereitete.

© BRK Berchtesgadener Land

In der Zwischenzeit tankte die Bergwacht Ramsau den Heli am Tallandeplatz mit dem Kerosinanhänger wieder auf, so dass er zunächst zurück zum Untersberg fliegen, dort die Einsatzkräfte aus der Südwand abholen konnte und direkt danach in zwei Anflügen den Toten vom Watzmann, die beiden Einsatzkräfte und den Bergsteiger per Winde aufnehmen und ins Tal fliegen konnte. 

Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht überbrachte die Todesnachricht an die Eltern des Verstorbenen. 

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