David Göttler und Kilian Jornet bilden am Everest ein Team. Über welche Route die beiden Profialpinisten den Achttausender besteigen möchten, ist noch unklar.

Zahlreiche Corona-Fälle im Basislager, eine nepalesische Regierung, die dies dementiert und Permits in neuer Rekordhöhe ausstellt: Der Everest sorgt in diesem Frühjahr wieder für Schlagzeilen, wenn auch für negative. 

Kilian Jornet und David Göttler werden sich davon wahrscheinlich wenig beeindrucken lassen. Die beiden Profialpinisten haben sich für die Realisierung eines Projekts am Everest zusammengetan.

"Als mich David Göttler im vergangenen Jahr kontaktierte, brauchten wir nicht viele Worte, um eine gemeinsame Unternehmung zu planen. Eine einfache Idee und eine hohe Wahrscheinlichkeit, damit zu scheitern - das umschreibt es perfekt, was wir in den kommenden Wochen im Khumbu suchen werden", so Jornet auf seinem Twitter-Account.

Wie genau diese "einfache Idee" der deutsch-spanischen Zweierseilschaft aussieht, ist noch nicht ganz klar - offiziell jedenfalls noch nicht. Einigen Medienberichten zufolge könnten die beiden Extremsportler versuchen, über den Westgrat bis hinauf zum Gipfel zu gelangen und dann weiter über den Südsattel zum Gipfel des Lhotse. 

Aber auch über eine Variante über das Hornbein Coloir auf der Nordseite des Berges wird spekuliert. Eines scheint jedoch festzustehen: Jornet und Göttler werden definitiv ohne Flaschensauerstoff am Everest unterwegs sein.

Während Jornet 2017 das Kunsttück gelang, innerhalb von einer Woche zwei Mal den Gipfel des Achttausender-Riesen zu besteigen, hat Göttler noch eine Rechnung mit dem Everest offen. 2019 war der 42-Jährige knapp 200 Höhenmeter unterhalb des Gipfels umgekehrt: Der Münchner war bei sich verschlechterndem Wetter in einen Stau geraten und hatte sich daher zum Abstieg entschlossen.

2 Kommentare

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KJ

Egomanie am Götterberg und eine Regierung, die den Profit vor das Wohlergehen seines Volkes stellt. Oben dient der Sauerstoff dem Vergnügen und unten sterben ohne ihn die Menschen an Covid. Was für eine Moral!

langerheinz

Ist einfach die Spitze, es sind die Idole, die dafür sorgen dass Menschen Hotspots aufsuchen. Schade - dabei gäbe es sicherlich noch genügend unbekanntere Gegenden um Extremleistungen zu erbringen. Dadurch verpuffen gutgemeinte Aufforderungen wie aktuell vom DAV ".. wie vermeide ich Modetouren ". Sich der Faszination von Hotspots zu entziehen - gelingt auch mir nicht immer - ich versuche die Hauptbelagerungszeiten zu umgehen. Berg frei - Heinz Buchmann