Die Zahl von Expeditionsteilnehmer:innen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, hat sich weiter erhöht.

Unbestätigten Angaben zufolge soll sich die Zahl der an Covid-19 erkrankten Personen im Everest-Basislager in den vergangenen Tagen deutlich erhöht haben.

War bis vor kurzem nur von einem Bergsteiger die Rede, der später in Kathmandu positiv auf das Virus getestet worden war, so soll sich die Zahl inzwischen auf "mehr als 30 Menschen" erhöht haben. Das behauptet zumindest der polnische Bergsteiger Pawel Michalski auf seiner Facebook-Seite

Die Expeditionsteilnehmer seien, so Michalski, mit Verdacht auf ein Höhenlungenödem in die nepalesische Hauptstadt ausgeflogen und dort später alle positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Im Basecamp selbst scheinen die Möglichkeiten, sich auf Corona testen zu lassen, äußerst beschränkt zu sein. Wie die Neue Züricher Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, würden in der vor Ort von Ehrenamtlichen betriebenen medizinischen Station keine Corona-Tests mehr vorrätig sein; und nur wenige Expeditionsanbieter hätten ausreichend Schnelltests für ihre Kunden parat. 

Corona-Fälle von offizieller Seite nicht bestätigt

Das nepalesische Tourismusministerium hält indes weiter an seinem Kurs fest. Denn eine Bestätigung der Corona-Fälle gibt es von offizieller Seite immer noch nicht. Viel mehr soll den Expeditionsveranstaltern sogar von Regierungsseite mit Sanktionen gedroht worden sein, sollten sie die Situation im Basislager publik machen. 

Ein frühzeitiger Abbruch der Achttausender-Saison wäre für die Verantwortlichen ein finanzieller Supergau. Denn in Kathmandu ist man dringend auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen. Vor allem die Vergabe von Besteigungsgenehmigungen sorgt für ordentlich Devisen in der notorisch klammen Staatskasse. Allein für den Mount Everest sind in diesem Frühjahr so viele Permits (408) erteilt worden wie niemals zuvor in der Besteigungsgeschichte des Achttausenders. 

Nach der ausgefallenen Besteigungs-Saison im vergangenen Jahr möchte sich die nepalesische Regierung das Millionengeschäft offensichtlich heuer unter gar keinen Umständen - Pandemie hin oder her - nehmen lassen. 

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