Bei einer Bergtour im Estergebirge ist ein Mann mit seinem fünfjährigen Sohn in Bergnot geraten.

Bei einer Winterwanderung auf den Hohen Fricken (1940 m) im Estergebirge sind am Sonntag zwei Personen in Bergnot geraten. Nach Medienberichten war ein in München lebende Russe mit seinem fünfjährigen Sohn am frühen Nachmittag des 10. Januar von Farchant aus zu der rund dreieinhalbstündigen Gipfeltour aufgebrochen. 

Bei schwierigen Verhältnissen erreichten die beiden tatsächlich den Gipfel des Hohen Fricken, stießen aber beim Rückweg schon bald an ihre Grenzen. Zwar hatten Vater und Sohn Grödeln dabei, waren aber ansonsten alles andere als optimal für eine solche Unternehmung ausgerüstet. 

Da der Vater keine Stirnlampen eingepackt hatte, mussten sie sich mit einem Smartphone als Lichtquelle behelfen; dies reichte jedoch nicht aus, um sich orientieren zu können. Rund 150 Meter unterhalb des Gipfels infomierte der Mann seine Frau über die Situation, die wiederum einen Notruf absetzte. Um 18:00 Uhr wurde die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen über die Notlage am Hohen Fricken informiert.

Rund zweieinhalb Stunden später erreichten die Einsatzkräfte Vater und Sohn, die auf Bitte der Bergwacht zurück zum Gipfel gelaufen waren. "Der Bub war topfit und richtig tapfer", so Willi Brenner gegenüber dem Münchner Merkur. Gegnüber dem Vater sparte der Einsatzleiter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen aber nicht mit Kritik. Einsichtig habe sich der Familienvater, so die Einschätzung von Brenner, aber nicht gezeigt.

Bei Temperaturen von deutlich unter minus 10 Grad wurden die beiden Wanderer sicher zurück zum Ausgangspunkt ihrer Tour geleitet. 

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