Der "Rother" – dieser Name ist heute fast schon ein Synonym für die Gattung Wanderführer. Der Bergverlag feiert sein 100-jähriges Jubiläum.

Rudolf Rother sen., Begründer des Bergverlags Rother, begeisterte sich für alles, was mit Bergen zu tun hatte, und setzte auf ein breit gefächertes Programm. Neben Büchern erschienen Alpinzeitschriften, sogar eine Abteilung für Bergfilme gab es.

Der "Rother" – dieser Name ist heute fast schon ein Synonym für die Gattung Wanderführer. Die handlichen Bücher in ihrem unverkennbaren Rot führen kompetent und zuverlässig auf den schönsten Wegen in die Alpen, in die Mittelgebirge sowie in die beliebtesten Urlaubsziele weltweit.

Große Auswahl und Zuverlässigkeit – mit diesem Konzept hat sich der Verlag zum deutschen Marktführer im Segment Wandern etabliert. In diesem Jahr feiert der Bergverlag Rother sein 100-jähriges Jubiläum. 

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Begonnen hat alles mit Rudolf Rother sen., gelerntem Buchhändler und passioniertem Bergsteiger. Am 16. November 1920 übernahm er den Bergverlag, der ein Jahr zuvor von einer Gruppe Bergsteiger als Genossenschaft gegründet worden war. 

Schnell scharte er die Crème de la Crème der wichtigsten Bergautoren um sich. Rothers Motivation war es, "den Menschen im Tiefland Wege zu weisen zu den Höhen der sommerlichen und winterlichen Berge".

Der erste Rother Wanderführer

| © Bergverlag Rother

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Bergverlag Rother - Die wichtigsten Stationen

  • 1920: 16. November: Rudolf Rother sen. übernimmt den genossenschaftlich organisierten Bergverlag, der ein Jahr vorher von einer Gruppe leidenschaftlicher Bergsteiger gegründet wurde, und benennt ihn um in Bergverlag-Gesellschaft Rother und Co.

  • 1921: Mit dem Fahrrad ist Rudolf Rother sen. auf seiner ersten große Vertreterreise unterwegs in Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz. Im Gepäck: Muster seiner Bücher und seine Ausrüstung zum Bergsteigen.

  • 1922: Der Verlag wird umbenannt in Bergverlag Rudolf Rother.

  • 1925-1934: Die geschäftlichen Aktivitäten rund um das Thema Berge werden ausgeweitet: Die ersten Bergverlags-Skikurse finden statt, die – mit Unterbrechungen – bis ins Jahr 1955/56 bestehen. In den frühen 1930ern kommen drei Hotels und eine eigene Tankstelle dazu. Außerdem gründet der Verlag eine eigene Filmabteilung und zahlreiche Zeitschriften, von der Deutschen Alpenzeitung bis zur Bayerischen Funkwoche.

  • 1944-1948/49: Aufgrund des Zweiten Weltkriegs muss die Verlagstätigkeit eingestellt werden. Am 7. Januar 1945 wird das Verlagsgebäude bei einer Bombardierung Münchens zerstört. 1947 erhält Rother die Verkaufs-, 1949 auch wieder die Verlagslizenz. Das Gebäude wird ab 1948 wieder erbaut.

  • 1951: Der erste Alpenvereinsführer erscheint: Der Alpenvereinsführer Karwendelgebirge. Ein Führer für Täler, Hütten und Berge (insgesamt erschien der Band in 16 Auflagen und war bis ins Jahr 2016 lieferbar). Diese Reihe, die 52 Titel umfasste, war über viele Jahrzehnte die wichtigste Informationsquelle für Wanderer und Bergsteiger.

  • 1964: Rudolf Rother jun. übernimmt den Bergverlag von seinem Vater.

  • 1985: Der erste Rother Wanderführer erscheint: Rund um die Zugspitze. In der Reihe der Rother Wanderführer sind heute rund 400 Titel lieferbar – von A wie Australien bis Z wie Zugspitze.

  • 1990: Rudolf Rother jun. übergibt seinen Verlag an den Wiener Kartografie-Verlag Freytag & Berndt, zu dem Rother bis heute gehört.

  • 1990er und 2000er: Viele neue und innovative Reihen und Formate werden entwickelt – hier nur ein Auszug: 1993: Rother Selection, 1994: Die Rother TourenDisk, 1995 Die Rother Skitourenführer – die kleine blaue Reihe, 2000: Rother Wanderbücher, 2006: Die Reihe Lehrschriften – seit 2011 heißt sie Wissen & Praxis, 2012: Die Rother Touren App

  • 2020: 100 Jahre Rother! Modernes Logo, frisches Layout für die Bücher, viele Aktionen mit großem Gewinnspiel auf wanderglueck.rother.de, 3 Rother Jubiläums-Wanderführer: Deutschland, Alpen und Sonnenziele mit jeweils 100 Touren-Highlights und inkl. Rother Touren App

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