57-Jähriger kehrte von einer Skitour auf den Großvenediger nicht zurück.

Der Leichnam eines seit vergangen Samstag vermissten Tourengehers konnte - nach einem mehrtägigen Rettungseinsatz, an dem insgesamt 87 Personen beteiligt waren - am Dienstag lokalisiert und geborgen werden.

Der 57-jährige Bergretter aus Prägraten war am Samstag zu einer Skitour auf den Großvenediger aufgebrochen, von der er aber nicht zurückkehrte. 

"In der Nacht zum Sonntag stieg eine Mannschaft bis zum Gipfel des Großvenedigers auf und konnte im Gipfelbereich um 2.00 Uhr nachts Aufstiegsspuren feststellen. Außerdem konnte der Abbruch eines Schneebrettes im Bereich des Vorgipfels gesichtet werden.

Nachdem sich keine weiteren Anhaltspunkte ergeben haben, konnten wir uns auf den Lawinenabgang in die Südwand des Großvenediger konzentrieren", so Einsatzleiter Siegfried Kratzer gegenüber Osttirol Heute.

Am Sonntag wurde die Suche durch starken Wind, Schneefall und Nebel erheblich erschwert; der Einsatz eines Rettungshubschraubers musste aufgrund der widrigen Bedingungen frühzeitig abgebrochen werden.

Tags darauf konnte während eines kurzen Suchfluges ein Lawinenkegel am Fuße der Großvenediger-Südwand entdeckt werden, das schlechte Wetter verhinderte aber abermals eine Fortführung der Suche.

Am Dienstag stießen die Retter dann auf die sterblichen Überreste ihres Bergkameraden. Es wird angenommen, dass der Osttiroler im Bereich des Gipfelgrades von einem Schneebrett erfasst und mehrere hundert Meter mit in die Tiefe gerissen wurde.

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