In den vergangenen Tagen haben sich alpenweit teilweise schwere Unfälle ereignet.

Tödlicher Unfall am Traunstein

Vergangenen Donnerstag stürzte ein 34-jähriger Alleingänger am Traunstein in den Tod. Der Österreicher war zunächst über den "Hernlersteig" aufgestiegen und wählte für den Abstieg den "Naturfreundesteig". Nach einem Quergang rutschte der Mann auf einer Leiter aus stürzte anschließend etwa 40 bis 50 Meter über teiles, felsdurchsetztes Gelände in die Tiefe.

Nachdem sich der Wanderer nicht bei seiner Familie zurückgemeldet hatte, alarmierte diese die Bergrettung. Nach Auskunft der Einsatzkräfte sei der Verunglückte gut ausgerüstet gewesen und hätte den Traunstein schon mehrmals bestiegen.

Einsatz am Hochthron-Klettersteig

Am Freitagnachmittag musste die Bergwacht Marktschellenberg einen 33-Jährigen am Untersberg aus dem Hochthron-Klettersteig retten. Er war erschöpft in seine Selbstsicherung gestürzt und kam aus eigener Kraft nicht mehr weiter. Der Deutsche wurde mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen. Er zog sich eine leichte Knieverletzung zu. 

Einsatz am Kufsteiner Klettersteig

Ein 42-jähriger Franzose war seit Donnerstag auf einer mehrtägigen Tour im Wilden Kaiser unterwegs, als er am Samstag am Kufsteiner Klettersteig gegen 14.30 Uhr einen Notruf absetzen musste. Vom Hans-Berger-Haus war er in Richtung Gamskarköpfl/Sonneck unterwegs und stieg gegen 13 Uhr in den Kufsteiner Klettersteig ein. 

Aufgrund von widrigen Wetterverhältnissen rutschte er aus und stürzte in sein Klettersteigset. Er verletzte sich nicht, konnte seine Tour jedoch nicht mehr fortsetzen. Das Wetter erschwerte auch die Rettungsaktion. Erst gegen 20:30 Uhr konnte der Alleingänger mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Er erlitt eine leichte Unterkühlung. 

Vermisste Wanderin im Karwendel wieder aufgetaucht

Seit Samstagabend wurde eine 23-jährige Dänin im Karwendel vermisst. Sie war auf einer fünftägigen Bergtour von München nach Venedig unterwegs und hielt jeden Tag telefonisch mit der Familie Kontakt. Seit Samstagabend war sie jedoch nicht mehr erreichbar. Ihr Vater alarmierte deshalb die Polizeiinspektion Bad Tölz.

Am Samstag stand eigentlich die fünfte Etappe von Vorderriß beim Sylvensteinspeicher zum 1.765 Meter hoch gelegenen Karwendelhaus auf der Tiroler Seite des Karwendelgebirges an. Ihre dort gebuchte Reservierung hatte die 23-Jährige aber am Freitag abgesagt. Übernachtet hatte sie noch in einem Gasthof in Vorderriß. 

Zeugen haben die Vermisste gegen zehn Uhr im sogenannten "Bergsteiger-Bus" Richtung Tirol einsteigen sehen, danach hat sich ihre Spur verloren. Die Polizei fahndete öffentlich mit Foto nach der Dänin. Am Sonntagvormittag meldete sich die 23-jährige Wanderin dann bei ihren Eltern. Was in der Zwischenzeit vorgefallen war, ist nicht bekannt.

Tödlicher Absturz im Pinzgau

Am Montag kam es im Pinzgau zu einem tödlichen Bergunfall. Eine 69-jährige Niederösterreicherin stolperte bei einer Wanderung in Richtung Schoppachhöhe kurz vor dem Ziel auf einer Seehöhe von über 2.000 Metern und stürzte rund 70 Höhenmeter über steiles Wiesengelände. Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen. 

1 Kommentar

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Raul Pavlicek auf unserer Facebook-Seite

Gerade auch beiden Klettersteigen wird den „Lesern“ von Zeitschriften und Webseiten immer suggeriert das „kann quasi jeder“ ... ich sehe aber an Klettersteigen zum Teil wie Leute sich mit letzter Kraft hochschleppen . Und da ist die Totalerschöpfung und Anruf bei Bergrettung nicht weit ( schlimmer noch , Unfall und Verletzung) , am Berg ist Selbstüberschätzung vermutlich das schlimmste ( egal ob Mountainbike, zu Fuss oder Klettersteig ) meine Empfehlung : immer bissl weniger als möglich wäre ..