Die Stubaitaler Bergführer führen wegen Steinschlaggefahr nicht mehr auf den Hauptgipfel des Zuckerhütls (3507 m).

Das Zuckerhütl, der höchste Berg der Stubaier Alpen, ist bei Einheimischen und Touristen beliebt. Wegen Steinschlaggefahr haben sich die Stubaitaler Bergführer aber dazu entschlossen, nicht mehr auf den Hauptgipfel zu führen. 

"Vom Gipfelgrat ist ein Großteil der gefestigten Felsen komplett abgebrochen. Allerdings befinden sich in besagtem Abschnitt immer noch sehr viele lose Brocken", so Sepp Rettenbacher, Leiter der Bergsteigerschule Stubai und Präsident des Verbandes der Alpinschulen Österreichs, gegenüber der Tiroler Tageszeitung. 

Dieses Problem betrifft nicht nur das Zuckerhütl. Aufgrund des Rückgangs der Gletscher und des Permafrosts seien insgesamt viele Zustiege und Touren nicht mehr so möglich, wie sie es vor 20 Jahren waren, sagt Walter Zörer, Präsident des Verbands der Österreichischen Berg- und Skiführer. 

So sei beispielsweise auch die Pallavicini-Rinne am Großglockner mittlerweile nur noch im Winter und auch dann nur an bestimmten Tagen möglich. 

Der Aufstieg auf das Zuckerhütl ist dennoch nicht ganz unmöglich: Bergführer führen nun auf den Westgipfel, der mit 3500 m nur wenige Meter niedriger ist als der Hauptgipfel. 

1 Kommentar

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OlliS.

Wie lange wohl überhaupt noch Bergführer sich dem Risiko dahinbröckelnder Berge aussetzen wollen/müssen ? Sicher kein Beruf mehr für die Zukunft. Schade, ich wollte selbst mal Bergführer werden. Heute tun sie mir leid, mit immer größerem Erfolgsdruck in einer immer unkalkulierbareren Bergwelt. Das Zuckerhütl war mal ein echt schöner Gletscherdom, nun ein Schrotthaufen. Aber egal, immer weiter so.