Der Journalist und Bergsteiger prägte ALPIN. Nun ist er im Alter von 83 Jahren verstorben.

Zwischen Steinadler und Steinbock ...

… ist er zu finden - in unserem Register. Der Hans Steinbichler, der so viele Jahre die Geschichte der alpinen Presse geprägt hat. Nun ist er im Alter von 83 Jahren von uns gegangen. 

„Die Menschen kommen und gehen – aber ewig stehen die Berge“, sagt ein italienisches Sprichwort. Diesem Satz kann man uneingeschränkt zustimmen, wenn man an die kleine Zeitspanne des menschlichen Lebens denkt, gemessen an der kaum feststellbaren Veränderung, welcher die Berge unterworfen sind.“

So schrieb Hans Steinbichler im Herbst 1973 in der Zeitschrift "Winter Bergkamerad", die im Jahr drauf zur "Bergwelt" wurde und im August 1989 in ALPIN aufging.

ALPIN-Journalist, Bergsteiger, Umweltschützer: Hans Steinbichler.

| © Birgit Antes

Hans Steinbichler hat viele Seiten der Bergtitel von damals mitgestaltet. Er war 1936 als Erstgeborener von sieben Kindern auf einem kleinen Hof im Chiemgau auf die Welt gekommen, eine dominierende Person, deren donnernde Vorträge niemand vergessen konnte, der ihn je hinter seinem Projektor erlebte. 

Er war Erzähler und Fotograf, Journalist und Bergsteiger, Trachtler und Kreativer, vor allem aber Naturschützer. Er war verwurzelt in der Heimat, die zu schützen ihm Auftrag und Anliegen war. Schon in den sechziger Jahren schrieb er über Umwelt-Themen: ließ sich von Hüttenwirten zeigen, wie sie der Dosenflut aus der Küche Herr werden – mit Vorschlaghammer und großen Gruben. Wenig später rettete er "seinen" Geigelstein vor der drohenden Erschließung.

Als junger Setzer war Hans in die Schweiz gegangen, lebte die "schwarze Kunst" und lernte die weißen Berge lieben. Sein Herz freilich gehörte dem Chiemgau, dem grünen Alpenvorland und den Bergen über seinem Haus. Am letzten Julitag ist er gestorben. 

Mach’s gut, Hans, vielen Dank für Rat und Beistand, du wirst bestimmt eine felsige Wolke mit guter Akustik finden!

Text von Bene Benedikt

1 Kommentar

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Ax aus Pfaffenberg

Servus Hans, Menschen wie du einer warst, bräuchte es mehr! Danke für alles was du für die Natur und unsere geliebten Berge geleistet hast!