Eine Wandergruppe aus Asien sorgte am Sonntag für einen Großeinsatz von Polizei und Bergwacht.

Diesen Ausflug in die bayerische Bergwelt werden die Teilnehmer einer asiatischen Wandergruppe wohl so schnell nicht mehr vergessen. 

Laut Medienberichten hatten sich am vergangenen Sonntag 22 Personen zu einer gemeinsamen Tour im Spitzingsee-Gebiet verabredet. Bereits kurz nach der Ankunft in Neuhaus bildeten sich mehrere Kleingruppen, die unabhängig voneinander unterwegs waren.

Eine Gruppe, die offensichtlich die Brecherspitze zum Ziel hatte, verstieg sich im Bereich der Dürnbachwand. Zudem hatte sich eine der Teilnehmerinnen den Knöchel verstaucht und konnte daher nicht mehr aus eigener Kraft absteigen. 

"Die waren hilflos und wussten nicht mehr, wo sie sind", so Lenz Haberle, der stellvertretende Bereitschaftsleiter der Bergwacht Schliersee gegenüber dem Münchner Merkur. 

Die Gruppe konnte zwar einen Notruf absetzen, aber ihre Position nicht näher beschreiben; eine GPS-Ortung über das Smartphone blieb zudem erfolglos. 

Was folgte, war ein mehrstündiger Großeinsatz von Bergwacht und Polizei, bei dem auch eine Drohne sowie ein Hubschrauber zum Einsatz kamen.

Schließlich gelang es den Bergrettern, die Gruppe näher zu lokalisieren. "Durch die Beschreibungen haben wir rausgefunden, dass sie irgendwo in den Dürnbachwänden hängen. Das ist ein steiles, brüchiges und sehr gefährliches Gelände", so Haberle.

Bis auf zwei Personen, die sich ins Tal fliegen ließen, konnten schließlich alle Wanderer selbständig ins Tal absteigen - darunter auch die Frau, die sich angeblich den Knöchel verstaucht hatte. 

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